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Die Prophezeiung von Henri Loevenbruck

Reihe: Das Geheimnis der weißen Wölfin Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Die Trilogie um „Das Geheimnis der weißen Wölfin“ von Henri Loevenbruck richtet sich an Leser jeden Alters, auch wenn man die Romane nicht unbedingt schon Grundschülern in die Hände drücken sollte, denn dank einer jugendlichen Heldin und einer unkomplizierten Geschichte können jugendliche Leser, den Abenteuern von Alea und ihren Freunden mühelos folgen. Mit „Die Prophezeiung“ findet die Saga nun ihren Abschluss.

 

Durch den Fund eines Ringes wird das Straßenkind Alea zur Trägerin großer Macht. Sie ist nun der Samildanach, erfüllt von Kräften, über die sonst nur die Druiden gebieten. Da sie nur ein schwaches Mädchen zu sein scheint, versucht man sie unter Kontrolle zu bringen, doch Alea ist von Natur aus misstrauisch und lässt sich nicht einmal von den Druiden übertölpeln.

Das ist auch gut so, denn das Land Gaelia besteht aus Fürstentümern, die peinlich genau darauf achten, dass die jeweiligen Nachbarn nicht zu viel Macht gewinnen. Zudem versetzen christliche Mönche das Volk in Unruhe und wollen es vom Glauben an die Moira abbringen. Nicht zuletzt haben sich die Heerscharen eines mythischen dunklen Herrschers in Bewegung, um das Land zu erobern.

Das eigenwillige Mädchen will sich nicht zum Spielball der Herrschenden machen lassen und beschließt selbst herauszufinden, warum das mit ihr geschehen ist. Sie lernt nach und nach mit den Gaben umzugehen und spürt eine seltsame Verbindung zu der weißen Wölfin Imala, die nicht mehr nur durch ihre Träume geistert.

Schon bald versinkt das Land im Krieg. Nicht nur die Fürsten bekommen sich endgültig in die Haare, auch beginnt der düstere Malmordha seine Offensive. Wahre Heerscharen von Monstern, wie den Gorgunen fallen über die Menschen her. Zwar gelingt es, die Heere aufzuhalten und zu besiegen, aber der finstere Herrscher ist noch nicht am Ende und geht einen anderen Weg, um seine Ziele zu erreichen.

Deshalb bleibt Alea keine Zeit mehr, lange über das nachzudenken, was sie zu tun hat. Traurig über den Verlust tapferer Freunde in den letzten Schlachten, aber mit Wissen über ihre Herkunft und ihre Bestimmung gewappnet, sammelt sie ihre Getreuen um sich, um Gaelia endlich Frieden zu bringen, denn das Land ist im Chaos gefangen, und für die machtgierigen Fürsten und Druiden, die ihre Existenz immer noch nicht wahr haben wollen, gibt es kein Halten mehr.

Sie morgen und vernichten, plündern und zerstören. Alea scheint für sie keine Gefahr zu bedeuten - bis das Mädchen sie eines besseren belehrt, auch wenn das für sie und alle anderen bedeutet, daß das Gaelia, was sie kennen vom Erdboden verschwindet.

 

Bereits zweiten Band war „Das Geheimnis der Weißen Wölfin“ gar nicht mehr so märchenhaft und harmlos und dieser Eindruck setzt sich in „Die Prophezeiung“ fort.. Der Krieg zwischen den Völkern hat es in sich, denn nun spielen nicht mehr nur höhere Mächte, sondern auch dunkle menschliche Leidenschaften verstärkt eine große Rolle.

Alles in allem bleibt die Handlung des Buches weiterhin geradlinig und ohne besondere Überraschungen, die Charaktere sind durchweg so dargestellt, dass auch jüngere Leser sie verstehen können. Daher ist die Entwicklung und das Verhalten von Alea und ihren Freunden ist eher oberflächlich dargestellt und auf gewisse Punkte beschränkt.

Am Ende werden tatsächlich alle Geheimnisse aufgeklärt, auch die Verbindung von Alea und der namensgebenden weißen Wölfin Imala ist nicht länger rätselhaft, wenn auch die Erklärung dafür wirklich etwas schwach ist.

 

Wie auch schon der erste und zweite Band der Trilogie ist „Die Prophezeiung“ zwar ein unterhaltsam geschriebener Fantasy-Roman, wirkt aber vom Aufbau der Spannung und des Inhaltes ebenfalls wie ein Jugendbuch, das ältere Lesern durch die schlichte Handlung und die oberflächlichen Charaktere unter Umständen sehr stark enttäuschen könnte.

Eure Meinung:


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Die Prophezeiung

Reihe: Das Geheimnis der Weißen Wölfin Bd. 3

Autor: Henri Loevenbruck

Broschiert, 382 Seiten

Blanvalet, erschienen April 2007

ISBN 978-3-442-24393-8

Übersetzung aus dem Französischen von Michael von Killisch-Horn

Titelbild von Tertia Ebert

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 28.03.2007, zuletzt aktualisiert: 28.10.2019 13:53