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Die Rückkehr der Jedi-Ritter. STAR WARS Episode VI von James Kahn

Rezension von Ralf Steinberg

 

Das Imperium unter Imperator Palpatine und seinem treuen Lord Darth Vader rüstet zum finalen Schlag gegen die Rebellion. Mit einem neuen Todesstern, der kurz vor der Fertigstellung steht und dessen Einsatzbereitschaft ein streng gehütetes Geheimnis ist, stellt man der Rebellenflotte eine tödliche Falle.

Derweil versuchen Leia und Luke mit Hilfe der Droiden R2-D2 und C-3P0, sowie Lando Calrissian den tiefgefrorenen Han Solo aus den Fängen von Jabba the Hut zu befreien.

Aber das Schicksal der Galaxis liegt in den pelzigen Fäusten kleiner Ewoks auf dem Waldmond Endor...

 

James Kahn kann der Verfilmung einige neue Seiten hinzufügen. So erhält Luke mehr Informationen über seinen Vater von Obi Wan Kenobi als im Film zu sehen ist. Auch die charakterliche Entwicklung Vaders nimmt mehr Raum ein. Alles in allem aber erzählt der flott geschriebene Roman eins zu eins die Geschichte so, wie wir sie im Kino gesehen haben.

Allerdings hat sich Blanvalet nicht die Mühe gemacht, die bekannten Übersetzungsabweichungen auszumerzen. Spurjäger, Kraft, Rakenräder und Kaiser – alle sind sie erhalten geblieben. Selbst solch augenschmerzverursachenden Bösigkeiten wie Se Threepio für C-3P0 sind unerschütterlich weitergereicht worden. Ein letztes Mal prallen also die Lichtsäbel aufeinander bis der Kaiser besiegt ist.

Mit der Übersetzung ging auch viel vom eleganten Stil Kahns verloren, sodass die Rückkehr der Jedi-Ritter stilistisch bestens ein unterhaltsamer Abenteuerroman wurde.

Der große Bogen der klassischen Trilogie schließt sich mit diesem Teil. Die Hauptfiguren finden sich erneut in wichtige Kämpfe um das Wohl der Galaxis verstrickt. Lukes Ausbildung zum Jedi-Ritter hat aus ihm einen nachdenklichen jungen Mann gemacht, der im finalen Kampf mit Darth Vader und dem Imperator vor die Wahl gestellt wird, die helle oder die dunkle Seite der Macht zu wählen. Der Konflikt mit seinem Vater ist dabei essentiell.

Leia bleibt leider etwas blass. Zuwenig kann sie ihrer Rolle als Politikerin gerecht werden. Ihre emotionale Bindung an den Action-Held Han Solo verleiht ihr eher den Status der Geliebten, als dass sie wirklich aktiv wird. Immerhin kann sie mit Ewoks umgehen.

Han selbst unterliegt keinerlei Entwicklung. So wie wir ihn am Ende von Teil IV erlebten, bleibt er. Macho und Cowboy, aber mit Witz und Herz. Das Eigentliche findet in den Nebencharakteren statt. Lando als Kapitän des Falken kann in einer gigantischen Weltraumschlacht brillieren, an der Seite vieler Figuren, die fortan aus dem Star Wars Universum nicht mehr wegzudenken sind. Für diese vielen Geschichten ist Kahns Roman Gesetz und Kanon zugleich.

 

Fazit:

Das Buch folgt dem Film weitgehend. Durch die Übersetzung, die sich nicht an die Synchronisation des Filmes hält, verliert der Roman viel von seiner Wirkung. Wer zudem wissen will, warum alle Welt vom goldenen Bikini der Prinzessin schwärmt, oder warum Ewoks von den Fans verschmäht werden, der sollte sich lieber den Film anschauen. Aber das versteht sich ja sowieso von selbst.

 

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Buch:

Titel: Die Rückkehr der Jedi-Ritter. STAR WARS Episode VI

Reihe: STAR WARS

Autor: James Kahn

Original: Return of the Jedi (1983)

Übersetzer: Tony Westermayr

Broschiert - 192 Seiten - Blanvalet

Erscheinungsdatum: April 2005

ISBN: 3442363179

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

STAR WARS

Weitere Infos:


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Erstellt: 25.08.2005, zuletzt aktualisiert: 07.06.2019 15:11