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Illuminati von Dan Brown

Rezension von Christel Scheja

 

„Sakrileg“ ist der Mystery-Thriller, der Dan Brown in der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hat, aber nicht das erste Abenteuer von Robert Langdon, dem Symbologen aus Harvard. Bereits in „Illuminati“ konnte er sein Wissen und seine Hartnäckigkeit, Geheimnissen auf die Spur zu kommen, unter Beweis stellen.

 

Robert Langdon weiß nicht so recht, was er davon halten soll, dass er in ein Kernforschungszentrum in der Schweiz eingeladen wird. Dort ist ein Forscher unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen, dem es gelungen ist, in größerer Menge Antimaterie herzustellen.

Auf der Brust des Toten prangt ein geheimnisvolles Symbol. Den Symbologen durchfährt ein Schauer, denn ganz offensichtlich haben keine anderen als die Illuminati ihre Hand im Spiel, eine alte Geheimsekte, die die Wissenschaft weit über den Glauben setzten. Gelehrte wie Galileo Galilei gehörten ihnen an.

Der Kernforscher ist ermordet worden. Zusammen mit der Tochter des Toten, Vittoria, reist er nach Rom, einer schwachen Spur folgend. Denn sie wollen die aus dem Tresor verschwundene Antimaterie wieder finden. Was auch immer der Dieb damit vor hat, es kann nichts gutes sein, denn der gefährliche Stoff könnte ein Gebiet von der Größe der Vatikanstadt zerstören.

Doch auch in der Ewigen Stadt herrscht Aufruhr. Nach dem Tod des amtierenden Papstes ist das Konklave zusammen getreten, um aus der Schar der Kardinäle einen geeigneten Nachfolger zu wählen. Allerdings sind die vier Favoriten für das Amt verschwunden, und ein geheimnisvolles Ultimatum wird gestellt.

Man bittet Robert Langdon, der als Spezialist für die Illuminati bekannt ist, die Schweizergarde bei der Suche nach den Vermissten zu unterstützen. Und tatsächlich findet sich schon bald auf den Seiten eines Manuskripts der entscheidende erste Hinweis, um die verschwundenen Kardinäle zu finden. Doch die Zeit tickt, denn die alten Männer sollen nach und nach Sterben, gerichtet durch die vier Elemente.

Eine Hetzjagd durch Rom beginnt, die Robert Langdon und seine Begleiterin nicht nur geistig, sondern auch körperlich bis zum Äußersten fordert...

 

Anders als in Sakrileg arbeitet Dan Brown nicht mit ständigen Cliffhangern und Überblendungen zu anderen Schauplätzen. „Illuminati“ ist ein geradliniger Thriller, der die Geheimnisse nach und nach enthüllt, Raum für Mutmaßungen lässt, aber bis zum Ende die Wahrheit offen lässt. Die Spannung baut sich stetig auf und wird bis zum Ende gehalten, so dass die 700 Seiten des Buches recht kurzweilig erscheinen.

Zwar trägt Dan Brown bei den Actionszenen manchmal etwas zu sehr auf – Robert Langdon legt ab und zu die Kondition eines Weltklasseagenten wie James Bond 007 an den Tag – aber das kann den positiven Gesamteindruck nicht schmälern.

 

„Illuminati“ ist gegenüber „Sakrileg“ der handwerklich bessere Thriller. Die Geschichte ist ausgereifter und lässt auch am Ende noch etwas Raum für Spekulationen. Trotzdem sollte man auch dieses Buch nicht überbewerten, da es recht oberflächlich bleibt und in erster Linie unterhalten will.

 

Eure Meinung:

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Buch:

Illuminati

Original: Angels and Demons, 2000

Autor: Dan Brown

Übersetzer: Axel Merz

Taschenbuch, 716 Seiten

Bastei-Lübbe, Februar 2006

 

ISBN-10: 3404148665

ISBN-13: 978-3404148660

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B004ROTANI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.06.2006, zuletzt aktualisiert: 12.07.2019 15:15