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Insel der Winde von Hans Kneifel

Reihe: Atlan X: Bd. 2, Kreta-Zyklus, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Schon in der Zeit, da es neben den Heftromanen zu Perry Rhodan noch Taschenbücher gab, verfasste vor allem Hans Kneifel Geschichten über die Abenteuer des unsterblichen Arkoniden im Verlauf der irdischen Geschichte. Er war zugleich Lehrer und Wächter, half der Menschheit einerseits, sich weiter zu entwickeln, andererseits beschützte er sie vor Bedrohungen aus dem Weltall und anderen Dimensionen. Die „Atlan-X“-Serie sieht sich offensichtlich als Neuaufnahme der sogenannten „Zeitabenteuer“. Inzwischen ist auch der zweite Band des „Kreta-Zyklus“ erschienen: „Insel der Winde“

 

Atlan hat es sich zusammen mit seiner derzeitigen Gefährtin Maraye zur Aufgabe gemacht, die ägyptische Hochkultur zu neuer Blüte zu führen und vor Unheil zu schützen. Es gelingt ihm zwar, die Gefahr zu beseitigen, er wird aber auch auf eine neu entstandene Zivilisation im stürmischen Mittelmeer aufmerksam. Da er weiß, dass sich zwei Kulturen um so besser entwickeln, wenn sie Handelsbeziehungen haben und so gegenseitig auch mit Wissenschaft und Kultur befruchten, regt er eine Expedition von drei Schiffen an, die mit den Herrschern von Keftiu Kontakt aufnehmen sollen. Die Quellnymphe Toth-Kaima ist dabei eine wichtige Verbündete und soll als Mittlerin zwischen den ägyptischen Seefahrern und dem Minos von Keftiu dienen.

Atlan selbst mischt sich in Verkleidung unter das Volk und hilft dem jungen Herrscher gegen eine Intrige zu bestehen, die ihn stürzen könnte. Mit überlegener Technik, Diplomatie und ein wenig Bestechung sorgt er dafür, dass die Kontakte ihren Lauf nehmen.

Doch da sind auch noch unbekannte Mächte, die schließlich dafür sorgen, dass er seine Aufmerksamkeit anderem zuwenden muss.

 

Wieder beweist Hans Kneifel, dass er sich in der Geschichte der frühen Hochkulturen sehr sicher bewegt und auch das frühantike Kreta mit Leben erfüllen kann. Die historischen Erkenntnisse müssen sich zwar ein wenig den Gegebenheiten der Handlung unterordnen, aber sie wirken plausibel.

Immerhin ist der Roman etwas spannender als „Lotse im Sandmeer“. Die Geschichte ist zwar immer noch durch viele Beschreibungen und Szenen unnötig in die Länge gezogen, kommt aber nicht mehr so ins stocken, wie im ersten Band. Und zum Ende hin überschlagen sich sogar noch einmal die Ereignisse.

Wie immer ist der Roman farbenprächtig in Szene gesetzt und schwelgt geradezu in der exotischen Atmosphäre, aber wirklich aufregend ist er nicht. Allein die Tatsache, dass man nun wissen möchte, wer Atlan schon wieder dazwischengefunkt hat, macht neugierig auf dne nächsten Band.

 

„Insel der Winde“ überzeugt zwar ein wenig mehr als „Lotse im Sandmeer“, aber man muss diese Art von beschreibungslastigen und schwerfälligen Geschichten schon mögen, um wirklich zufrieden sein zu können.

 

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH, www.fanpro.com und www.f-shop.de.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20221128081303c6ed3f47
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Insel der Winde

Reihe: Atlan X: Bd. 2, Kreta-Zyklus, Bd. 2

Autor: Hans Kneifel

Broschiert, Taschenbuch, 312 Seiten

Fantasy Productions, erschienen Juli 2009

Titelbild von Arndt Drechsler

ISBN-10: 3890641954

ISBN-13: 978-3890641959

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 30.09.2009, zuletzt aktualisiert: 01.11.2022 18:49