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Need for Speed: Most Wanted (PC)

Rezension von Cronn

 

Mit Vollgas heize ich in die Kurve, nehme etwas den Fuß vom Pedal und ziehe das Lenkrad in die andere Richtung. Schnell wieder umgelenkt und somit driftet mein Lamborghini in einem unglaublichen Affenzahn um die Kurve.

Anschließend trete ich wieder das Gaspedal durch und heize meinen Verfolgern davon. Hinter mir kracht einer in die Leitplanke, schlittert noch ein Stück weiter und ist dann von einem zweiten Gegner erneut gerammt.

Plötzlich ist da dieses blaurote Licht rechts neben der Straße. Es gesellt sich ein Heulen zu dem rotierenden Lichtspiel hinzu und ich weiß – es ist die Polizei. Auch das noch! Sie sind mir ebenfalls dicht auf den Fersen.

Ich zünde meinen Nitro-Boost und fliege nahezu über die Straßen von Fairhaven. Doch da kommt ein Engpass und ein Truck versperrt ihn nahezu völlig. Ich muss improvisieren!

Im Bruchteil einer Sekunde entscheide ich mich für einen zweiten Weg, der schräg rechts auf eine Rampe führt. Ich fahre hinauf, der Motor heult gequält auf und schon springe ich durch eine Reklametafel und über den Häuserblock hinweg.

Meine Verfolger hängen am LKW und ich habe mir einen gewaltigen Vorsprung geholt. Doch die Polizei lässt sich nicht so leicht abhängen. Vor mir blinken zwei Lichter, knapp über dem Asphalt. Sie sind gelb und ich weiß, was das bedeutet – das sind Nagelketten, die meine Reifen zerfetzen und meine Flucht somit beenden sollen.

Ich reiße das Steuer nach rechts und rase an dem Nagelketten-Gebinde vorbei. Nun werden die Cops gleich eine Straßensperre errichten und schwerere Fahrzeuge dafür hernehmen.

Aber ich grinse in mich hinein – noch hat mich niemand geschnappt und das Rennen geht weiter …

 

Rezension:

Need for Speed: Most Wanted für den PC ist die Neuauflage des bekannten Games aus dem Jahr 2005. Damals hat Electronic Arts mit dem Spiel einen modernen Klassiker erschaffen. Nun hat die Firma das Entwicklerstudio Criterion mit der Umsetzung des Spiels beauftragt. Diese haben bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass sie grandiose Rennspiele wie Burnout erschaffen können. Ob ihnen bei »Need for Speed: Most Wanted« ein neuer Ansatz gelungen ist?

 

Inhalt:

Wie schon im Vorgänger aus dem Jahr 2005 bekannt, spielt man sich als Straßenrennfahrer durch die Bestenliste von 10 Personen. Mit jedem Fahrer, den man in einem Rennen besiegt, erhält man dessen Wagen. Neu ist dabei, dass man das Auto erst einmal rammen muss. Am Ende steht man auf der Bestenliste, der sogenannten Blacklist, auf Platz 1 in der Stadt Fairhaven.

Dazu muss es aber erst einmal kommen.

 

Gameplay:

Bevor man sein erstes Rennen gegen ein Mitglied der Blacklist fahren darf, muss man eine gewisse Anzahl von Speedpoints bekommen.

Diese erhält man durch Rennen. Pro Auto, das man in Fairhaven findet, bekommt man Zugang zu fünf Rennen. Die Palette reicht von Rundenrennen bis hin zu Rennen, in denen man eine gewisse Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen muss und sind dementsprechend fordernd. Auch für das Durchfahren von Sicherheitstoren und das Durchspringen von Werbetafeln gibt es Punkte.

Und damit ist schon eine große Neuigkeit von »Need for Speed: Most Wanted« angesprochen: Autos kann man frei verwenden, wenn man sie gefunden hat. Auftunen findet auch nicht statt. Das ist ein radikaler Schnitt im Vergleich zum Vorgänger. Aber das ist nicht weiter schlimm. Tuning-Fetischisten werden dem Lackieren eine Träne nachweinen, alle anderen freuen sich, wenn sie in Fairhaven einen Lamborghini oder dergleichen gefunden haben.

Was »Need for Speed: Most Wanted« in der Neuvariante abgeht sind die Zwischenfilmchen. Diese waren im Ur-»Need for Speed: Most Wanted« mit Schauspielern besetzt und versprühten B-Movie-Charme. Es ist sehr schade, dass hierauf verzichtet wurde.

Ansonsten fahren sich die Autos gewohnt arcadelastig, wobei dennoch von Bolide zu Bolide Unterschiede zu spüren sind.

Die Rennen sind sehr actionlastig und spaßig, aber die Gummiband-KI wird eingesetzt, so dass man normalerweise nie wirklich dem Feld wegfahren kann. Aber im Positiven gesehen erhält man bessere Chancen, wenn man einen Crash gebaut hat und muss nicht gleich wieder das Rennen von vorne beginnen.

 

Grafik und Sound:

In »Need for Speed: Most Wanted« arbeitet als Grafikmotor die Frostbite-2-Engine. Diese Engine war auch schon in Battlefield 3 im Einsatz und wer dieses Game gesehen hat, weiß wozu die Engine fähig ist. Und das ist viel!

»Need for Speed: Most Wanted« sieht klasse aus! Das Game ist das bestaussehendste Rennspiel, das momentan auf dem Markt ist – Punkt! Soviel Action, Partikeleffekte und Geschwindigkeitsrausch bekommt man nirgends.

Aber das hat auch seinen Preis. Mittelklasse-PCs kommen an einigen Stellen ins Ruckeln und da verkommt »Need for Speed: Most Wanted« zur Diashow.

Der Sound wurde auch kräftig aufgerüstet und gerade die Motoren röhren so druckvoll, dass man am liebsten seinen Subwoofer noch lauter drehen möchte. Klasse!

 

Multiplayer:

Im Mehrspielerbereich zeigt sich »Need for Speed: Most Wanted« von seiner besten Seite. Die Spielmodi sind abwechslungsreich und vor allem eines – spaßig!

Die anderen Rennspiele, die zur Zeit auf dem Markt sind, müssen sich hier warm anziehen!

 

Fazit:

»Need for Speed: Most Wanted« ist als Solo-Spiel gelungen, aber nicht überragend. Es fehlen die Zwischensequenzen mit Schauspielern, um dem Ganzen die Krone aufzusetzen.

Im Multiplayerbereich nimmt es »Need for Speed: Most Wanted« mit Dirt Showdown in Sachen Spaß vollkommen auf.

Wer sich zu Weihnachten ein gutaussehendes und vor allem im Multiplayerbereich Action-Rennspiel wünscht, sollte »Need for Speed: Most Wanted« im Auge behalten!

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Eure Meinung:

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PC-Game:

Need for Speed: Most Wanted

Criterion Studios/Electronic Arts, 31. Oktober 2012

Plattform: Windows 7

USK: 12

 

ASIN B0088NH8HE

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 27.12.2012, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50