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Schottland für stille Stunden von Nellie Merthe Erkenbach

Ein Reiseführer in die Seele Schottlands

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

Schottland ist ein Land voller Geschichte, Geschichten und Geheimnisse. Oft sind die drei nicht exakt voneinander zu trennen. Das macht dieses Land so wunderbar und einzigartig. Diese Geschichten wurden für den Wordpress Blog Graveyards of Scotland über viele Jahre zusammengetragen, ausgegraben und entdeckt. Quellen waren meist historische Reiseführer aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die Funde oft schaurig, schön, lustig oder grausam. Eine ungewöhnliche Annäherung an die Geschichte eines Landes, die erstaunliche Ergebnisse hervorbrachte. Man muss aber die Leidenschaft der Autorin für Friedhöfe nicht teilen, um dieses Buch genießen zu können. Die meisten Geschichten spielen ja nicht auf einem Friedhof, sie enden lediglich da. Der Feenhügel in Inverness, ein Salpetermord auf Shetland, eine Familie von Linkshändern, Wölfe gestern und heute, Robert the Bruce und William Wallace einmal ganz anders, die geheime Bucht des Schriftstellers Gavin Maxwell, ein mordender Dichter und alles, was Schottland außer Whisky, Schafe und Tartan noch ausmacht. Schottland für Experten, nicht für Anfänger. Machen sie es sich in ihrem Lieblingslesesessel gemütlich und genießen sie Schottland für stille Stunden.

 

Rezension:

Schottland – der eine denkt da an die meist raue Landschaft, der andere an die Highlander-Filme oder an klassische Geistergeschichten. Alle diese Gedanken treffen natürlich den nördlichen Teil Großbritanniens. Nellie Merthe Erkenbach führt ihre Leser in diesem Buch in die weniger bekannten Gegenden, in Geschichten und Geschichte, die zumindest hierzulande kaum bekannt sind. Gerade in einer Gegend, in der Historie und Sagen oft kaum zu trennen sind, in der es fast so viele Geister-Stories wie Schafe gibt, bietet das interessanten und unterhaltsamen Lesestoff. Dass die Autorin dabei in klassischen Reiseführern kaum beachtete Örtlichkeiten bevorzugt, führt dazu, dass touristische Hotspots wie Edinburgh in diesem Buch kaum mehr als eine Randnotiz darstellen. Dabei werden die (historischen) Grafschaften in alphabetischer Reihenfolge abgearbeitet, was natürlich dazu führt, dass dieses Buch eine Zickzack-Reise von Nord nach Süd, von Ost nach West ist. Eine Übersichtskarte hilft im Zweifelsfall allerdings weiter. Leider gibt es die Bilder der beschriebenen Orte nur in der eBook-Ausgabe zu sehen. Im Taschenbuch fehlen sie aus Kostengründen. Zwar findet sich ein Link zum reich bebilderten (englischsprachigen) Blog der Autorin, doch ist es auf Grund der grundsätzlich anderen Struktur des Blogs kompliziert, gezielt Bilder zu einer bestimmten Geschichte zu finden.

 

Die Geschichten an sich sind überwiegend äußerst interessant und lesenswert. Besonders die über alte Clan-Rivalitäten und Spuk-Geschichten können auch dem an phantastischen Stoffen Interessierten begeistern.

 

Fazit:

Schottland abseits der ausgetretenen Pfade – Geister, Clans und historischem Machtgerangel.

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Eure Meinung:

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Buch:

Schottland für stille Stunden

Ein Reiseführer in die Seele Schottlands

Autorin: Nellie Merthe Erkenbach

Taschenbuch, 347 Seiten

Selbstverlag, 7. November 2020

Coverfoto: Ewan Roy MacGregor

 

ISBN-13: 979-8664891997

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B08MXYVFS2

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 03.01.2021, zuletzt aktualisiert: 03.01.2021 14:26