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Sturmfront von Troy Denning

Star Wars Wächter der Macht Band 3

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Luke Skywalker wollte den Orden der Jedi-Ritter einen und dem Universum Frieden bringen. Doch nun hat sein eigener Neffe Jacen Solo die Kontrolle über die Neue Allianz an sich gerissen. Jacen ist davon überzeugt, dass er der Einzige ist, der die Galaxis retten kann, und nichts und niemand wird ihn aufhalten. Nun muss sich Luke entscheiden: Wird er den Tyrannen unterstützen – oder wird er gemeinsam mit den Rebellen die Galaktische Allianz, die er selbst mit aufgebaut hat, zu Fall bringen?

 

Rezension:

Mehr Action und vor allem die Integration ihrer Trilogie Dunkles Nest bringt Troy Denning in den dritten Band der Wächter-Reihe. So darf Alema Rar munter mitmischen und das Ensemble der Figuren, die nur von einem der Autoren unterstützt werden, erweitern. So langsam wird die mangelnde Abstimmung zwischen den Co-Autoren zum Crux der Reihe. Es bildet sich einfach kein einheitliches Gesamtbild. Nicht einmal in der Beschreibung und dem Stellenwert der Hauptfiguren lassen sich Übereinstimmungen erkennen. Darüber hinaus zieht sich der eigentliche Handlungsbogen gewaltig in die Länge. Was im ersten Band angedeutet wurde, kommt und kommt nicht zum Ende. Sei es der Bürgerkrieg oder die Transformation von Jacen zum Sithlord.

Gerade in der Beziehung von Jacen und Lumiya sind sich die Autoren immer noch nicht einig, wer nun wen führt. Zwar könnte man das als figurenimmanente Problemkonstruktion darstellen, allerdings sind die daraus resultierenden Szenen irgendwann auch einfach nur langweilig. Jacen sollte eigentlich als Figur wesentlich mehr Potential besitzen, als die Geschichte von Darth Vader erneut durchleben zu müssen. Diese Schwäche in der Charakterisierung einer der zentralen Hauptfiguren verhindert, dass der eigentlich spannende Stoff von Sturmfront einen Funken überspringen lässt. Was Jacen im sich zuspitzenden Konflikt zwischen Corellia und der Galaktischen Allianz unternimmt, mag man als Leser schon gar nicht mehr verfolgen, so unlogisch erscheinen seine Taten und Pläne. Daran leiden aber auch alle anderen Handlungsfäden. Zwar ist die Krise um Hapes und Tenel Ka Anlass für die verschiedensten Action-Komponenten, aber man merkt es sehr deutlich, dass er nur erfunden wurde, um Alanna und Tenel Ka in die Handlung einzubinden. Das Lavieren mit Flotten und politischen Intrigen aber ist erneut eine Klasse zu schwer für Troy Denning. Ihr gelingt es nicht, die Schlachten plastisch zu beschreiben, stattdessen greift sie immer wieder auf Masse zurück oder flüchtet sich in witzige Szenen zwischen Leia und Han.

Das macht zwar Spaß zu lesen, jedoch fragt man sich, warum die beiden in ihrer Entwicklung keinen Schritt weiterkommen, von der gottgleichen Unsterblichkeit des Falken mal ganz abgesehen. Irgendwann sollte mal jemand den Autoren erklären, dass sich nicht jede Figur bis zum Sargdeckel auf ein und dieselbe Art ausquetschen lässt. Darth Vader kann durchaus von Glück reden, dass er in Episode 6 starb.

Gab es sonst noch etwas Bedeutendes im Roman? Nein. Die restlichen Figuren dümpeln im bereits Erzählten und wiederholen sich nur. Man kann weder einen Sympathieträger noch einen richtigen Schurken entdecken oder etwas, dass den Handlungsbogen der Reihe als Motivation zum weiterlesen markiert.

Der Roman ist zwar deutlich besser als sein Vorgänger, kann aber weder als Star Wars Roman, noch als Genrebuch überzeugen. Das spannendste ist vielleicht noch die Frage, wer die Frau auf dem Cover ist.

 

Fazit:

Nach dem schlechten zweiten Band der Wächter der Macht Reihe gelingt Troy Denning ein actionlastiger Roman, der zwar über weite Strecken besser, darüber hinaus aber uninspiriert und vor allem erschreckend farblos geschrieben ist. Der Hintergrund ist wirr und eigentlich auch gar nicht von Belang. Die Figuren entgleiten der Autorin öfter, als dass sie Wesentliches oder gar Neues über sie zu berichten hätte. Insgesamt stellen die Autoren ihre Leser bisher auf eine harte Probe. Durchaus möglich, dass nicht jeder über die Geduld verfügt, sich auch Band 4, geschweige denn den Rest anzutun.

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Buch:

Sturmfront

Reihe: Star Wars Wächter der Macht Band 3

Original: Star Wars: Tempest. Legacy of the force 3, 2006

Autorin: Troy Denning

Übersetzer: Andreas Kasprzak

Blanvalet, Mai 2009

Cover: Jason Felix

Taschenbuch, 475 Seiten

 

ISBN-10: 3442266246

ISBN-13: 978-3442266241

 

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

STAR WARS

Weitere Infos:


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Erstellt: 23.07.2009, zuletzt aktualisiert: 23.04.2019 14:56