Tentakelblut (Autor: Dirk van den Boom; Zweiter Tentakelkrieg 2)
 
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Tentakelblut von Dirk van den Boom

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg Band 2

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Gibt es wirklich kein Mittel gegen die grausamen Tentakel-Eroberer? Auf der Erde bricht die staatliche Ordnung langsam zusammen und die von den Menschen kontrollierten Gebiete schrumpfen. Einige planen die Flucht, andere müssen sich in Gefangenschaft und Exil behaupten. Nur das Heimatsystem der Allianz scheint gegen jeden Angriff geschützt, ein sicherer Hafen für Flüchtlinge aus der ganzen Galaxis, oft die letzten Überlebenden ganzer Zivilisationen. Doch was ist, wenn auch diese letzte Bastion zu fallen droht? Und was passiert, wenn die Bedrohung durch die Tentakel durch eine viel größere in den Schatten gestellt wird?

 

Rezension:

Der mittlere Teil einer Trilogie hat es meist nicht einfach. Er darf nur selten etwas beenden und vielfach muss er alles noch schlimmer machen, damit der abschließende dritte Band den glanzvollen Abschluss bilden kann.

Tentakelblut von Dirk van den Boom ist solch ein Mittelstück und gibt sich erwartungsgemäß große Mühe seiner Rolle gerecht zu werden.

 

Das Ende von Teil Eins, Tentakelwacht ließ wenig Hoffnung auf das Zurückschlagen der zweiten Tentakelinvasion. Alle Zeichen stehen auf Flucht.

Umso verwunderlicher begrüßt uns gleich zu Beginn von »Tentakelblut« ein totgeglaubter Slap. Im tentakelsicheren System der Allianz weist man ihm eine neue Aufgabe zu: Er soll im virtuellen Tentakeltraum, dem Kommunikationsmedium der Tentakel, als Spion gegen die Invasoren kämpfen.

Auf der Erde eskortiert Roby derweil diverse Evakuierungsbemühungen im Dienst der Kirche der heiligen Rahel. Sein Platz auf dem Generationenraumschiff ist allerdings nicht sicher und so sucht er sich als Bordschütze zu beweisen. Dass er damit auch seine geliebte Bella schützt, ist eine wesentliche Zweitmotivation.

Und es gibt eine neue Handlungsebene. Die als künstlicher Avatar geschaffene Superfrau Mirinda, mit Tentakeln an lustfördernden Stellen, begleitet den Allianz-Botschafter zur Erde. Logisch, dass die Tentakel schon bald Jagd auf die Allianzgesandschaft machen …

 

Dirk van den Boom scheucht seine Figuren gewohnt actionreich durch die Szenen und streut immer wieder mit Selbstironie derben Humor und Anzüglichkeiten darüber. Der Sex-Anteil hat sich sogar erhöht, ohne dass er eine eigentliche Funktion erhielte. Man spürt, dass es dem Autor einfach Spaß bereitet, diverse Situationen auszunutzen.

Das führt leider immer mal wieder dazu, dass man als Leser aus der Welt fällt. Das Sich-selbst-nicht-ernstnehmen bringt eine gewissen Unglaubwürdigkeit in das Handeln der Figuren. Am deutlichsten ist das bei Roby zu spüren. Hatte er im ersten Teil ein großes Identifikationspotential, rutscht er in »Tentakelblut« deutlich ab. Vielleicht muss man Soldatenalltag und Knöpfchendrücken mögen, aber aus dem grüblerischen Underdog wurde ein Langweiler.

Interessanter ist da Slap. Seine neue Rolle als Allianz-Kämpfer führt zu einer Weiterentwicklung des Charakters. Zudem darf er auch noch einige Neuigkeiten entdecken, was ihn zur Triebfeder der Handlung macht.

Mirinda hingegen ist noch keine ganz runde Sache, trotz ihrer körperlichen Attribute. Die Darstellung eines KI-Avatars gelingt dem Autor nicht. Ähnlich wie die Tentakel selbst, ist die Fremdartigkeit zu gering, um aus ihr mehr zu machen als einen Blickfang. Jedoch erhält sie durch den Cliffhanger am Ende eine gute Ausgangsposition für das Folgende.

Denn da wird noch einiges geschehen.

 

Das Cover Allan J. Stark verspricht nicht zu wenig und weist eindringlich auf die zentrale Thematik des Romans hin. Tentakel an strategisch wichtigen Stellen.

 

Fazit:

Zügig geht es voran auf dem Weg ins Finale. »Tentakelblut« nimmt sich selbst nicht ganz ernst und glänzt mit leichtfüßiger Action, Sex und verheißungsvollen Cliffhangern.

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Buch:

Tentakelblut

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg Band 2

Autor: Dirk van den Boom

Cover: Allan J. Stark

gebunden, 246 Seiten

Atlantis Verlag, 15. September 2013

 

ISBN-10: 3864021235

ISBN-13: 978-3864021237

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B00EVX9MRE

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 


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Erstellt: 03.10.2013, zuletzt aktualisiert: 13.08.2022 14:14