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Tentakelwacht von Dirk van den Boom

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg Band 1

 

Rezension von Ralf Steinberg

 

Verlagsinfo:

Über einhundert Jahre sind seit der ersten Invasion der außerirdischen Tentakel vergangen. In den kläglichen Resten der Irdischen Sphäre, dem heimatlichen Sonnensystem, hat sich eine Militärdiktatur etabliert, die mit eiserner Hand über die letzten Menschen regiert. Die Tentakelwacht steht bereit, sollten die Invasoren die Menschheit ein zweites Mal heimsuchen. Doch viele glauben schon nicht mehr daran, dass die Tentakel jemals zurückkehren werden. Als die Aliens dann aber doch wieder erscheinen, wollen die aggressiven Eroberer kein Risiko mehr eingehen: Sie haben eine Streitmacht aufgeboten, die es ohne Weiteres mit den Verteidigern aufnehmen kann. Die Menschheit steht diesmal endgültig vor dem Abgrund.

 

Rezension:

Tentakelwacht ist der Auftakt zur zweiten Tentakel-Trilogie. Bereits mit der ersten Trilogie Der erste Krieg Tentakelschatten, Tentakeltraum und Tentakelsturm lieferte Autor Dirk van den Boom eine erfolgreiche SF-Reihe und stellte sich selbstbewusst in die erste Reihe deutscher Military SF.

Der virale Saarländer hat stets mehrere Romanprojekte im Feuer und schafft es durch Beharrlichkeit regelmäßig drei bis vier Bücher im Jahr zu veröffentlichen. Das hält den Namen im Gedächtnis und die Latinum-Barren am Klingen.

Was aber erwartet den Leser im neuen Tentakelband?

 

Roby und Slap gehören zu einer coolen Gang und ziehen gerade ein richtig dickes Ding durch, doch leider gestaltet sich der Bruch doch nicht so einfach wie geplant. Im Knast stellt man sie vor die Wahl: Tod oder Tentakelwacht?

Während Roby mangels besonderer PSI-Fertigkeiten bei der Infanterie landet, schickt man Slap zu einer Spezialtruppe, die mit Implantaten versehen als KI-Erweiterung spezielle Aufgaben erfüllen soll. Doch die ersten Tage werden für Slap zur Hölle, als sich eine Vorgesetzte für ihn zu interessieren beginnt.

Für Roby scheint es ähnlich schlecht zu gehen, als er sich gegen einen sadistischen Ausbilder auflehnt ...

 

Auch wenn es so klingen mag, die Zeit in der Ausbildung umfasst gar keine so lange Spanne, aber man kann bei diesem Roman nicht viel zur Handlung sagen ohne zu spoilern.

Denn van den Boom geht schnell und zügig vor. Die Szenen wechseln sich schnell und zum Teil bis an die Zähne bewaffnet ab, es gibt etliche Twists die einiges auf den Kopf stellen und auch völlig unvorhergesehene Wandlungen.

Die Geschwindigkeit der Handlung lässt erst gar keine Langeweile aufkommen, zumal auch ruckzuck die Tentakel auftauchen, soviel kann verraten werden.

Details zum Hintergrund und den Figuren gibt es eher weniger, mit Beschreibungen hält sich der Autor kaum auf. Trotzdem bekommt man deftige und teilweise zu umfangreiche Bilder geliefert, die sich eine hohe Altersempfehlung redlich verdienen. Interessant sind aber die politischen Strukturen, so begrenzt sie auch geschildert werden. Von der Machtmotivation der Militärdiktatur bis hin zur Arbeit der Verschwörung spürt man die tiefen politischen Kenntnisse des Experten van den Boom.

Für Leser der ersten Trilogie gibt es einige Reminiszenzen, und auch Easteregs versteckte der Autor nicht ohne ein gehöriges Maß an Witz.

 

Das Titelbild von Allan J. Stark fiel recht züchtig aus, nichtsdestotrotz ist es sehr ansehnlich und bietet dem fluffigen Inhalt einen attraktiven Rahmen.

 

Leider heißt es nun ewig Warten auf den zweiten Teil. Der Boom schreibt einfach zu langsam.

 

Fazit:

Locker leichte Unterhaltung ohne Längen oder Aussetzer. Ideal für das wohlige Entspannen nach staubtrockener Arbeit, wenn das Hirn sich anfühlt wie mit Tentakelsprösslingen besetzt.

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Eure Meinung:

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Buch:

Tentakelwacht

Reihe: Zweiter Tentakelkrieg 1

Autor: Dirk van den Boom

Titelbild: Allan J. Stark

Taschenbuch, 239 Seiten

Atlantis Verlag, August 2012

 

ISBN-10: 3864020379

ISBN-13: 978-3864020377

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B008X82W0M

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

Weitere Infos:


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Erstellt: 20.09.2012, zuletzt aktualisiert: 27.03.2020 13:51