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Das Imperium schlägt zurück. STAR WARS Episode V von Donald F. Glut

Rezension von Ralf Steinberg

 

Der Todesstern ist zerstört, doch eine Schlacht macht nicht den ganzen Krieg. Die Rebellen-Allianz versucht ihre militärische Macht zu konsolidieren. Auf der Eiswelt Hoth bauen sie einen großen Stützpunkt auf. Doch das Imperium, allen voran Darth Vader, suchen verbissen nach den Rebellen.

Endlich wird eine imperiale Spürsonde fündig und die imperiale Flotte greift Hoth an. Doch der Stützpunktschild verhindert ein Bombardement aus dem Orbit und so kommt die Infanterie zum Einsatz, allen voran die wohl coolsten Kampfmaschinen der „Film“geschichte: Der Walker.

Leia, Han und Luke beteiligen sich an der notwendigen Evakuierung des Rebellenstützpunkts. Doch Luke hatte eine Vision: Obi Wan Kenobi forderte ihn darin auf, ins Dagobah-System zu fliegen, um beim Jedi-Meister Yoda seine Ausbildung abzuschließen.

Ein ganz besonderes Problem hingegen hat Han. Da er seine Schulden bei Jabba the Hut immer noch nicht ausgeglichen hat, fällt es Darth Vader nicht schwer, ihm eine Horde Kopfgeldjäger auf den Hals zu hetzen. Darunter der berühmte Boba Fett...

 

Episode V gilt bei den Fans fast ausnahmslos als die Beste. Die Handlung ist voller Action, außergewöhnliche Handlungsschauplätze führen eine große Bandbreite des Lukaschen Universums vor und dann ist da noch die große Sensation: Darth Vader ist Lukes Vater!

Heute ist diese Wendung der Geschichte allbekannte Gewissheit, aber zum Filmstart 1980 riss diese Enthüllung die Fans in eine riesige emotionale Gewitterwolke. Nicht zu Unrecht werden gerade die Düsternis und die Übermacht der dunklen Seite als der eigentliche Kern der Faszination des Films beschrieben.

Das kann man auf das Buch direkt übertragen, da es sich im Gegensatz zur Foster-Adaption von Episode IV, bei Donald F. Gluts Roman um eine sehr genaue Umsetzung des Films handelt. Es gibt keine zusätzlichen Szenen, keine Vertiefung der Figuren, keine detaillierte Beschreibung der bekannten Orte und Plätze. Zwar liest sich das Buch flüssig, aber es ist kein Mehr. Die Handlungsabschnitte folgen den Schnitten im Film und sind damit im Wesentlichen zu schnell für einen Roman. Es wirkt gehetzt und dramaturgisch unausgegoren. Was für einen Film funktioniert, ist nicht direkt auf einen Roman übertragbar.

Stark ins Gewicht der Kaufentscheidung dürfte auch fallen, dass auch diese Ausgabe mit einer unkorrigierten Übersetzung von Tony Westermayer erscheint. Altbekannte Schnitzer wie Spurjäger statt Tie-Fighter, Lichtsäbel statt Laserschwert, Kraft statt Macht, sind einfach unnötig.

Die von Blanvalet im Reihenlook auf den Markt gebrachten Filmbücher präsentieren sich mit knalligen Covern, die auf wechselnden Hintergrundfarben Fotos einiger Figuren des Films in einer Collage enthalten. Damit sind sie eher funktional, als ansprechend. Ware zum schnellen Verbrauch. Mag es für Fosters Krieg der Sterne viele Gründe geben, neben dem Film auch das Buch zu lesen, kann man dies für Gluts „Das Imperium schlägt zurück“ nicht sagen. Fans werden sich keine immer noch fehlerhafte Version kaufen, zumal der Roman an seinem eigentlichen Original, dem Film gemessen werden muss. Und da ist er eindeutig nur der Rest eines verblassenden Schattens.

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Buch:

Titel: Das Imperium schlägt zurück. STAR WARS Episode V

Reihe: STAR WARS

Autor: Donald F. Glut

Original: The Empire strikes back (1980)

Übersetzer: Tony Westermayr

Broschiert - 192 Seiten - Blanvalet

Erscheinungsdatum: April 2005

ISBN: 3442363160

Erhältlich bei: Amazon

Zur Serie:

STAR WARS

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.06.2005, zuletzt aktualisiert: 21.08.2019 20:32