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Flaxman Low – Der Fall Hammersmith von E. und H. Heron

Hörspiel
Reihe: Gruselkabinett Folge 167

Rezension von Cronn

 

Gerade jetzt in dieser Pandemie-Zeit ist es wichtig, dass die Kultur den Menschen Unterhaltung und Freude bringt. Da tut es gut, dass in schöner Regelmäßigkeit z. B. Titania Medien neue Hörspiele auf den Markt bringt. Diese sind überwiegend von bekannten Quellen adaptiert. Aber immer wieder finden sich auch Beispiele für eher unbekannte Autoren und Werke. Eines davon wird nun als Gruselkabinett Folge 167 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Flaxman Low – Der Fall Hammersmith.

 

Der Name der Autoren ist ein Pseudonym für den britischen Autoren Hesketh V. Prichard, der unter diesen Namen gemeinsam mit seiner Mutter Kate veröffentlichte. Flaxman Low ist bereits im Gruselkabinett von Titania Medien aufgetaucht, hier in der Folge 149 und Folge 155. Nun ist der Detektiv des Übersinnlichen zurück und diesmal kann das Werk mehr überzeugen.

 

Verlagsinfo:
Hammersmith, 1892:
Warum hält es niemand länger als wenige Wochen in »The Spaniards« aus, dem geerbten Haus des Lieutenant Roderick Houston? Sämtliche Bewohner berichten von merkwürdigen Geräuschen im Obergeschoss und einer geheimnisvollen Gestalt, die einen Mieter sogar beinahe getötet haben soll. Flaxman Low entscheidet sich zu einem Aufenthalt im vermeintlichen Spukhaus und gerät alsbald selbst in große Gefahr …
Soweit der offizielle Klappentext, der neugierig auf das Hörspiel macht.

Kritik:
Flaxman Low wird als Detektiv des Übersinnlichen beschrieben und das kommt in dem vorliegenden Hörspiel auch zum Tragen. Er deduziert und schlussfolgert, dass man bereits den Verdacht hat, sich in einem Hörspiel der Sherlock-Holmes-Reihe zu befinden. Das rückt die Erfahrung einerseits stärker in die rationale Realität und dient somit als Beglaubigungsfunktion, andererseits wirken so manche Schlussfolgerungen aber ausschließlich in der Echo-Kammer der Parapsychologen glaubhaft und überzeugen auf den zweiten Blick nicht. Das mindert den Genuss des Hörspiels aber nur marginal.
Gefallen kann die Tatsache, dass hier die Beschreibung der Architektur des Hauses Kopfkino erzeugt, genauso wie die sehr gelungenen Spukszenen, in denen Musik, Schilderung und auch Dialoge eine sehr gute Verbindung eingehen.

Die Sprecher·innen sind allesamt Profis. Mit dabei sind die Stimmen von Rolf Berg, Jonas Minthe, Peter Weis, Jean Paul Baeck, Bernd Kreibich, Sascha von Zambelly, Sabina Trooger, Lutz Mackensy und Marc Gruppe, dem Adapteur selbst.

Etwas befremdlich wirkt auf den heutigen Zuhörer an manchen Stellen die Gespreiztheit der Dialoge, wobei dies allerdings auch sympathisch schrullig aufgenommen werden kann, je nach Belieben.

Die Musik passt genauso wie das Sounddesign hervorragend zu der Stimmung und erzeugt eine Gänsehaut an den betreffenden Stellen.

Fazit.
»Flaxman Low – Der Fall Hammersmith« ist eine sehr gelungene Adaption geworden, mit starken Szenen, überzeugenden Sprechern. Wenn man einige gekünstelt wirkende Dialoge weglässt und über die pseudorationalen Schlussfolgerungen hinwegsehen kann, erhält man ein sehr gutes Hörspiel, das bislang das beste aus der Binnenreihe rund um Flaxman Low ist.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Flaxman Low – Der Fall Hammersmith
Reihe: Gruselkabinett Folge 167
Original:The Story of the Spaniards, Hammersmith, 1898
Autor·innen: E. und H. Heron
Dauer: 67.56 Minuten
Umfang: 1CD
Buch: Marc Gruppe
Produktion un Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Mastering: Michael Schwabe, Monoposto
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Layout: Doreen Enderlein
Titania Medien / Lübbe Audio, 29. Januar 2021

ISBN-10: 3785781946
ISBN-13: 978-3785781944

Erhältlich bei: Amazon

Sprecher·innen:

  • Flaxman Low: Rolf Berg
  • Butler Wilkes: Bernd Kreibich
  • Lieutenant Roderick Houston: Jonas Minthe
  • Mr. Van Nuysen: Jean Paul Baeck
  • Mrs. Van Nuysen: Sabina Trooger
  • Mr. Filderg: Peter Weis
  • Sandlieferant: Marc Gruppe
  • Bauarbeiter: Sascha von Zambelly
  • Polier: Lutz Mackensy

Serienguide:

Alles zur Reihe Gruselkabinett

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.03.2021, zuletzt aktualisiert: 31.03.2021 20:26