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Die Pohlings - Hin und wieder zurück Teil 2

Hin und wieder zurück – Die Reise zweier Pohlings nach Mittelerde

 

Ein Reisebericht von Holger M. Pohl

 

Reisebericht Teil 1

 

5. März 2016

 

Unser Weg führte uns wieder zurück an die Ostküste. Ziel waren Moeraki und die Moeraki Boulders.

Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp ein. Und zwar in Oamaru. Wie? Kennt Ihr nicht? Auch die Steampunk-Fans unter Euch nicht? Nun, Neuseeland ist wie gesagt phantastisch und es gibt dort mehr als “Der Herr der Ringe”, “Der Hobbit”, “Narnia” und einiges mehr. Unter anderem gibt es in Oamaru das Steampunk HQ. Und dem musste ich natürlich unbedingt einen Besuch abstatten, nachdem ich es ganz zufällig entdeckt hatte.

Das HQ machte auf mich den Eindruck eines Museums von Fans für Fans. Sehr nett und sehr liebevoll gemacht und in einem alten Sandsteingebäude zu finden. Für wenig Geld kann man sich dort in die fanische Steampunkwelt begeben und sich eine gewisse Zeit in einer anderen Dimension fühlen. Am Faszinierendsten war für mich der Spiegelraum und vielleicht finde ich bei mir daheim eine Ecke, in der ich mich mir auch so etwas einrichten kann. Und zwar mit sehr einfachen Mitteln. Der Raum war nicht größer als 3 auf 3 auf 3 Meter. Wände, Boden und Decke mit Spiegelfliesen ausgelegt und von der Decke hingen Lampen. Egal wohin man schaute, man sah sich unendlich widergespiegelt bis in weite Ferne. Wie gesagt, mit einfachen Mitteln etwas durchaus Beeindruckendes gemacht.

Ansonsten finden sich in dem Museum noch allerlei Gegenstände und Requisiten, die mal mehr, mal weniger Steampunk waren. Es gibt auch ein Freigelände, wo sich die etwas größer ausgefallenen Ausstellungsgegenstände befanden. Ein alter Eisenbahnwaggon zum Beispiel mit angeschweißten Kuhschiebern und einer Art Harpunenkanone auf dem Dach.

Wie gesagt: Von Fans für Fans und ein netter kurzweiliger Zeitvertreib, dieses Steampunk HQ in Oamaru.

 

Danach ging es weiter auf der SH 1 Richtung Moeraki. Da es schon recht spät am Nachmittag war, verschoben wir den Besuch der Boulders auf den nächsten Morgen und gingen gleich unser Abendessen reservieren. Denn das Lokal - oder besser Restaurant - ist weit über Moeraki hinaus bekannt und findet sich als Tipp in allen Reiseführern und hin und wieder auch in Fernsehberichten über Neuseeland. Die Rede ist von Fleurs Place. Die gute Fleur hat in einer alten Walfängerstation ein Restaurant eingerichtet und es gibt dort sehr leckeren, fangfrischen Fisch. Das Ambiente ist urig-gemütlich und die Zubereitung wirklich ausgezeichnet. Gut, es ist nicht ganz billig, aber seinen Preis wert.

 

Nach einem ebenso leckeren Nachtisch ging es dann zurück zum Stellplatz und Mr. Apollo. Und es hieß wieder: Gute Nacht!

 

6. März 2016

 

Nachdem die Boulders am Vortag ausgefallen waren, nun also heute. Ich möchte mir an dieser Stelle lange Erklärungen darüber sparen. Die findet man an verschiedenen Orten im Internet, unter anderem hier, hier oder hier.

Sieht aber schon irgendwie seltsam aus, diese “Kanonenkugeln” eines Riesenschiffes so am Strand liegen zu sehen. Wir schossen etliche Fotos und machten dabei einen kleinen Strandspaziergang. Zum Abschluss einen Kaffee und etwas shoppen.

 

Dann schwangen wir uns wieder auf Mr. Apollo und zurück ging es auf den SH 1, unserem Tagesziel Dunedin entgegen.

Bislang hatte Agnes, unser Navigationsgerät, ihre Arbeit zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Ich muss jedoch zu unserer Ehrenrettung anmerken, dass wir den Weg bis dahin aber auch so gefunden hätten. Wir können Karten lesen und auch Verkehrsschilder.

In Dunedin allerdings war ich extremst dankbar, dass ich Agnes hatte! Kennt Ihr noch die Fernsehserie “In den Straßen von San Francisco”? Ja? So ähnlich fühlte ich mich in Dunedin. Niemand hatte mich vorgewarnt, wie hügelig die Stadt ist. Und mit hügelig meine ich wirklich hügelig. Es ging bergauf, bergab und in sehr bedenklichen Schieflagen in die Kurve. Dabei dann noch nach Straßenschildern oder Hinweisschildern für den Campingplatz zu schauen, ist schon sehr … schwierig. Doch Agnes sagte mir, wann ich wo wie abzubiegen oder geradeaus zu fahren hatte. Und so erreichten wir schließlich den Campingplatz.

Den Rest des Tages gaben wir uns dem süßen Nichtstun hin. Wir hatten ja schließlich Urlaub. Irgendwann dann Abendessen und … der Rest ist bekannt.

 

7. März 2016

 

Erwähnte ich schon, dass Dunedin sehr hügelig ist? Ja? Gut! Der Weg ins Stadtzentrum glich nämlich einem kleinen Aufstieg gefolgt von einem großen, langen Abstieg.

Dunedin ist die zweitgrößte Stadt auf der Südinsel und entsprechend viel gab es zu sehen. Angefangen beim Octagon, dem Stadtzentrum, über den sehr viktorianisch anmutenden Bahnhof bis hin zu Museen und historischen Gebäuden.

Wie schon in Christchurch versuchten wir einen kleinen Querschnitt zu finden, denn alles kann man unmöglich an einem Tag sehen. Zumindest nicht dann, wenn man nicht nur durchhetzen will.

Empfehlenswert ist auf alle Fälle der Chinesische Garten, ein kleiner Hort der Ruhe inmitten einer hektischen Großstadt.

 

Darüber hinaus gibt es zwei sehr interessante Museen: Zum einen das Otago Settlers Museum, in dem sich viel über die Geschichte Neuseelands wieder findet. Der Aufbau ist sehr interessant und logisch, denn sie einzelnen Säle folgen der Chronologie der Geschichte Aotearoas. Angefangen in der fernen Vergangenheit geht es über die Ankunft der ersten Maori und dann der ersten europäischen Siedler bis hin zum modernen, zeitgenössischen Neuseeland. Gut gemacht und sehr informativ.

Das andere Museum ist das Otago Museum . Und wie bei vielen staatlichen Museen in Neuseeland ist der Eintritt frei. Es wird lediglich nach dem Besuch um eine Spende gegeben und die gaben wir wie immer gerne.

 

Im Otago-Museum findet sich ebenfalls sehr viel Geschichte, aber auch Naturwissenschaften, Fauna und Flora, Technik und etliches mehr. Das Museum gehört - so sagt der Reiseführer - zu den vier wichtigsten Museen Neuseelands.

Etwa drei Stunden verbrachten wir dort, dann näherte sich der Nachmittag langsam dem Ende und wir machten uns auf dem Heimweg.

 

Sagte ich schon, dass Dunedin …? Schon gut! Jedenfalls wollten wir aus dem langen großen Abstieg des Vormittags keinen langen großen Aufstieg am Spätnachmittag machen. Aber wozu gibt es ein Informationszentrum für uns Touris? Aufgesucht, gefragt und schon hatten wir eine Busverbindung, die uns - hoffentlich! - in die Nähe unseres Campingplatzes brachte. Den wir schließlich auch wohlbehalten erreichten. Danach noch ein Abendessen und dann wie üblich ein frühes ‘Gute Nacht’

 

8. März 2016

 

Wir verließen nun die Ostküste in Richtung Queenstown. In meinem Bericht von 2011 habe ich schon einiges über die Stadt und ihre Umgebung geschrieben. Wir hatten damals etliche Orte um Queenstown herum besucht, an denen Szenen für “Der Herr der Ringe” gedreht wurden. Etliche dieser Gegenden - wie etwa Paradise oder die Remarkables - dienten auch als Drehorte für “Der Hobbit”.

 

Unterwegs machten wir ein paar Stopps, denn die Gegend wurde nun richtig schön und vor allem etwas einsamer als an der wesentlich dichter bevölkerten Ostküste.

Wenn man Bilder von Neuseeland sieht, so sind es immer wieder die schönen Seen, die dem Betrachter ins Auge springen. Manche davon sind nicht natürlichen Ursprungs, wie etwa der Lake Dunston. Das ist ein Stausee. Doch das tut dem optischen Eindruck keinen Abbruch.

Überhaupt spielt Wasser respektive Wasserkraft eine große Rolle in Neuseeland. Ein nicht unerheblicher Anteil der Energie des Landes wird nämlich so erzeugt.

 

Wir kamen schließlich nach Alexandra, einen kleinen und zumindest touristisch nicht sonderlich bedeutenden Ort. Wir nahmen im Courthouse Café einen kleinen Mittagssnack, dann ging es weiter.

Entlang des Lake Dunston gelangten wir dann nach Cromwell. Der Ort entstand - wie viele Orte in dieser Gegend - aus einer ehemaligen Goldgräbersiedlung. Gold ist zwar heute keines mehr zu finden - zumindest nicht in einem Ausmaß, das es sich lohnt, in großem Maßsatb danach zu suchen -, aber die Goldgräberstimmung ist immer noch präsent. So hat Cromwell einen alten historischen Stadtteil wieder aufgebaut und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Bei herrlichem Wetter besuchten wir diese Sehenswürdigkeit, die direkt am Lake Dunston liegt.

Eine gute Stunde - inklusive einer Kaffeepause – verbrachten wir dort.

 

Unsere Tagesroute endete schließlich mit unserer Ankunft in Queenstown. Wieder einmal machte sich dabei Agnes, unsere Navigationsperle, bezahlt, denn Queenstown ist zwar nicht so hügelig-verwinkelt wie Dunedin, aber immer noch verwinkelt und hügelig genug. Agnes führte uns zielsicher zu dem Campingplatz, den wir ausgesucht hatten - für den wir uns aber am Ende doch nicht entschieden. Zum einen war er ziemlich voll und zum anderen haben wir zufällig mitbekommen, dass die Stellplätze nicht sonderlich schön sein sollten. Aber es gäbe ganz in der Nähe einen viel schöneren Platz. Also zurück zu Mr. Apollo und gesucht.

Der Platz, den wir dann fanden, war in der Tat sehr schön. Und schattig.

 

Da es noch ziemlich früh am späten Nachmittag war, machten wir uns auf ins Stadtzentrum. Zu Fuß etwa 10 Minuten. Höchstens. Der Lake Wakatipu lag im Abendlicht, die TSS Earnslaw fuhr gerade ein und wie freuten uns über einen weiteren schönen Tag in Aotearoa.

Blieb nur noch die Frage des Abendessens. Wir suchten und blieben schließlich im gleichen Lokal wie vor fünf Jahren hängen, dem Pub on Wharf. Mit leckerem Fisch und ebenso leckerem Lamm befriedigten wir unseren Hunger. Und für den Durst gab es ein Bier: Speights 5 Malt Old Dark (Anmerkung: Die Seite fragt möglicherweise zunächst nach dem Geburtsdatum. Neuseeland nimmt das sehr wichtig...). Ein dunkles, in Geschmack und Farbe an Guiness erinnerndes Getränk. Lecker, kann ich nur sagen! Ich für meinen Teil beschloss darauf zu achten, ob es dieses in Zukunft auch in anderen Lokalitäten gab. Und mal schauen, ob man es hier in Deutschland bestellen kann. Etwa für den Bilderabend …oder so mal zwischendurch.

 

Nach dem Abendessen dann zurück auf den Campingplatz, dabei noch eingekauft, dann war es fast schon wieder Zeit für ein gute Nacht.

 

Natürlich erhaschte ich an diesem Tag nicht nur mit einem Blick die Deer Park Heights. Aber sie waren so unbesuchbar wir 2011 und mehr möchte ich an dieser Stelle nicht dazu sagen.

 

 

 

Reisebericht Teil 3

Eure Meinung:

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Bilder aus Neuseeland und Mittelerde

Eindrücke einer neuen Reise

<b>Das Steampunk HQ auf der anderen Seite der Welt!</b>
Steampunk HQ Oamaru
<b>Wir werden angegriffen!</b>
Kanone im HQ
<b>Wir werfen einen Blick in die Unendlichkeit!</b>
Unendlichkeit im Steampunk HQ
<b>Fleurs Place, eine alte Walfängerstation in Moeraki.</b>
Restaurant in Moeraki 1
<b>Fisch bei Fleur ... oder was noch übrig ist.</b>
Fischessen
Kanonenkugeln
<b>Die Moeraki Boulders, Kanonenkugeln der Riesen.</b>
Noch mehr Kanonenkugeln
<b><i>Das</i> war noch eine der angenehmeren Straßen von Dunedin. Es gab auch andere ...</b>
Straße in Dunedin
<b>Der Bahnhof in Dunedin. Ein Schmuckstück, oder?</b>
Schmuckstück
Hort der Ruhe
<b>Ein kleiner Hort der Ruhe, der Chinesische Garten in Dunedin.</b>
Hort der Ruhe 2
Stausee auf der Südinsel
<b>Der Lake Dunston, einer von sehr vielen schönen Seen der Südinsel.</b>
Stausee auf der Südinsel 2
<b>Ich warte auf meine Bestellung im Courthouse Café in Alexandra.</b>
Alexandra Snack
<b>Der 'Historic District' in Cromwell. Goldgräber waren aber keine da.</b>
Histroischer District in Cromwell
<b>Im 'Pub on Wharf' gab es echt leckeren Fisch und köstliches Lamm. Und ein echt lecker Bier!</b>
Essen in Queenstown
<b>Die 'Deer Park Heights' ... sie sind wohl mein Schicksal in Queenstown. Unbesuchbar wie das letzte Mal ... :-( ...</b>
Unbesuchbar!

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Erstellt: 09.04.2016, zuletzt aktualisiert: 07.08.2020 11:43