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Kommentierte Leseliste

Redakteur: Oliver Kotowski

 

Es folgen 10 Werke, die verschiedentlich im Zusammenhang mit NW genannt wurden; ich habe mich hier auf solche beschränkt, die auch ins Deutsche übersetzt wurden. Die Beschreibung soll einen allerersten Eindruck gewähren und zentrale Elemente benennen, die das Werk für einen dem NW zugetanen Leser interessant machen. Die Werke, die ich ohne zu zögern dem NW zuordnen würde, habe ich mit einem Asterisk [*] gekennzeichnet.

 

Steve Cockayne, Wanderers and Islanders (dt. Die magische Münze)

<b>Die magische Münze</b>

Von einem verfallenen Anwesen aus beobachtet eine finstere Kreatur drei Menschen auf ihren sonderbar verschlungenen Lebenswegen. Da ist Victor, ein ausgedienter Soldat, der eben jenes Anwesen renovieren soll und dabei mit vielen 'Unfällen' zu kämpfen hat. Dann der Junge Rusty, der von dem eigenartigen Mädchen Laurel ein Geheimnis verraten bekommt, welches sein Leben grundlegend verändern wird. Schließlich der Magier Leonardo, der sich seltsam von Alice angezogen fühlt. Was haben diese drei mit der Legende von den Inselbewohnern, den Fahrenden und dem Großen Wesen zu tun? Die Höhepunkte sind sicherlich das sonderbar vage und wandelbare Setting, welches zwischen Renaissance und Moderne schwankt, die mysteriöse Verschränktheit der Schicksale und die Maschinen-Magie. Cockayne verknüpft die Entwicklungsgeschichten zu einer interessanten Wundergeschichte.

 

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Paul di Filippo, A Year in the Linear City (dt. Ein Jahr in der linearen Stadt; in: Hg. Peter Crowther, Moloch)*

<b>Moloch</b>

Der Autor Diego Patchen und seine ungewöhnlichen Freunde erleben ein Jahr in der linearen Stadt, die einen Häuserblock breit ist, sich aber bis in die Unendlichkeit, eingezwängt zwischen den Gleisen der U-Bahn und dem Fluss, erstreckt. Hier gilt es nun einen ungewöhnlichen Alltag zu meistern, mit dem krebskranken Vater umzugehen oder illegal Schuppen im Untergrund der Stadt zu pflücken um Drogen für eine Freundin finanzieren zu können. In vier Episoden wird das wahrhaftig eindimensionale Setting beschrieben; es ist so ungewöhnlich und surreal, dass es sich einer leichten Klassifizierung entzieht. Die Pompaten, welche die Verstorbenen ins Jenseits (des Flusses oder der Gleise) tragen, und andere Details weisen in Richtung Fantasy – aber die lineare Stadt ist die Umsetzung eines wissenschaftlichen Gedankenexperiments. Der Stil verweist zudem an die frühe Pulp-SF.

 

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Mary Gentle, Rats and Gargoyles (dt. Herr der Ratten)*

<b>Herr der Ratten</b>

Das Herz der Welt ist eine gewaltige Stadt, die von den 36 Dekanen, den Inkarnationen des Dämonisch-Göttlichen regiert wird. Ihre Handlanger sind menschenähnliche Ratten, die dafür sorgen, dass die Menschen den Willen der Dekane umsetzen. Doch der Ratten-Priester Plessiez will die Dekane aus der Stadt haben und der Meister-Bauer Falke will mittels der Vollendung des Tempels Salomons die Menschheit befreien. Die rothaarige Soldaten-Schülerin Weiße Krähe und der riesige Meister-Architekt Casaubon machen sich daran den Status-Quo – und damit die Welt – zu retten. Auf dem ersten Blick einfach nur eine Urban Fantasy, die in einem Renaissance-Setting eingebettet ist, doch Gentle schreibt im Kern knallharte SF – nur nicht auf dem gegenwärtigen Wissenschaftsmodell basierend, sondern dem Vorgängermodell, dem hermetischen Weltbild.

 

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M. John Harrison, Light (dt. Licht)*

<b>Licht</b>

In der Gegenwart versucht der psychisch gestörte Wissenschaftler Kearney durch Morde das schreckliche Wesen Shrander, von dem er Schlimmstes befürchtet, zu besänftigen. 400 Jahre in der Zukunft versucht die Raumfahrerin Maú, die untrennbar mit ihrem K-Schiff verbunden ist, einen Weg zu finden ihre Menschlichkeit zurück zu erhalten. Zur gleichen Zeit wird der heruntergekommene Ed Chianese immer wieder zur Flucht vor den Cray-Schwestern gezwungen. Harrison verknüpft die drei Stränge auf vielfältige Weise und oftmals kann man rätseln, was der Grund sein mag – erklärt wird vieles nicht. Für die Settings nutzt er eine Mischung aus Thriller/Horror, Space Opera und Cyberpunk. Neben den Schattenjungen, Algorithmen mit lebendigen Körpern, tummeln sich Cyborgs, maßgeschneiderte Clone und einiges mehr aus Bereich des Transhumanismus. Mit dem K-Trakt, einem Raum, in dem die Physik aufgehoben ist, werden schließlich Fantasy und Science Fiction vereint.

 

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Ian R. MacLeod, Light Ages (dt. Aether)

<b>Aether</b>

Um dem Leben als armer Arbeiter zu entgehen, setzt Robert sich nach London ab, wo die kaltherzigen Gilden über die arme Unterschicht herrschen. Doch er schwankt zwischen Revolution und Oberschicht, wo er zwei alte Bekannte trifft: Anna, eine vom Aether Veränderte, und Stropck, einem armseligen Vorarbeiter, der jetzt den großen Herren gibt. Robert wittert dunkle Machenschaften – vielleicht hängt dieses mit dem 'Unfall' seiner Mutter zusammen? MacLeod zeichnet das Sittengemälde eines an Dickens erinnernden Londons und verknüpft in dieser Urban Fantasy um prägende Verhältnisse eine zarte Liebesgeschichte, Wirtschaftskriminalität und politischen Skandal mit vielen detaillierten pittoresken Beschreibungen. Aether kann veredeln, aber auch verderben – die wenigsten Veränderten profitieren davon; ein aus der radioaktiv verseuchten Endzeit-SF bekanntes Motiv.

 

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China Miéville, Perdido Street Station (dt. Die Falter; Der Weber)*

<b>Die Falter</b>

Der semikriminelle Wissenschaftler Isaac Dan der Grimnebulin erhält den Auftrag dem Garuda Yagharek die Flugfähigkeit wiederzugeben. Im Laufe seiner Forschungen entfesselt der Forscher ein Grauen, vor dem selbst die Fürsten der Hölle zurückschrecken – gemeinsam mit einigen Außenseitern macht er sich daran das Schlimmste zu verhindern. Doch die Herren der Stadt New Crobuzon und ein Drogenbaron haben eigene Interessen. In dem Werk treten Kaktusmenschen, Frauen mit Käferköpfen und Remades, grobe, groteske Cyborgs durch Magie erschaffen, neben Lochkarten-Computer auf, es werden Schwerter von Söldnern mit modernen Ethos verwand und Wissenschaftler erforschen Thaumaturgie in einer Stadt, die wie eine finstere und bizarre Version von Charles Dickens London wirkt. Diese düstere Urban Fantasy ist sicherlich das Kernwerk des "New Weird."

 

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Alastair Reynolds, Relevation Space (dt. Unendlichkeit)

<b>Unendlichkeit</b>

Der Archäologe Sylveste will das Rätsel um die Zivilisation auf Resurgam lösen, die vor langer Zeit durch das Ereignis, einer gewaltigen Sonneneruption, ausgelöscht wurde. Unterdessen erhält Khouri den Auftrag, Sylveste zu töten, da er eine große Gefahr darstellt. Wie passend, dass das Triumvirat des Lichtschiffs "Sehnsucht nach Unendlichkeit" einen neuen Waffenoffizier sucht und Sylvestes Dienste für den an Schmelzseuche leidenden Kapitän braucht – die Dinge fügen sich zusammen, wie von fremden Mächten gelenkt. Reynolds verknüpft Elemente des Thrillers und der Mystery mit denen der Space Opera. Die geheimnisvollen Aliens und bizarren Cyborgs sind schon spannend, doch herausragend ist neben dem Virus der Schmelzseuche, die nicht nur lebendes Gewebe, sondern anorganische Materie angreift, vor allem das in vielen Varianten auftretenden Besessenheits-Motiv.

 

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Justina Robson, Natural History (dt. Die Verschmelzung)

<b>Die Verschmelzung</b>

Die Abgestimmte Isol, eine Mensch-Raumschiff Hybrid, stößt im All auf ein außerirdisches Artefakt – den Stoff. Dieser scheint Wünsche zu erfüllen – z.B. überlichtschnelle Raumfahrt zu simulieren. Er führt Isol zu einem fernen Planeten, der wohl einst von Fremden besiedelt war. Ließe sich so der Wünsch der Unabhängigkeitspartei der Abgestimmten nach Freiheit erfüllen? Die Erdregierung schickt die Historikerin Zephyr zur Inspektion, ob dieses machbar ist – und um die ständig paranoider werdende Isol zu beobachten, denn nicht nur der Renegaten-Wissenschaftler Corvax fürchtet eine Kontamination durch den unheimlichen Stoff. Robson schreibt einen psychologischen Roman, der in drei Entwicklungsgeschichten die Kernfrage des Transhumanismus: "Was ist Menschlichkeit?" in einer Far Future Fantasy erläutert und nur so von phantastischen Elementen strotzt, wie der Geisterstadt der Fremden.

 

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Michael Swanwick, The Iron Dragon's Daughter (dt. Die Tochter des stählernen Drachen)*

Die menschliche Jane muss in der Feenwelt zwölf Stunden am Tag in einer Fabrik schuften. Als sie mit den anderen Kinder, die alle Feen sind, einen Mord am rauen Vorarbeiter plant, nimmt der Maschinen-Drache 7332 Kontakt zu ihr auf und zeigt ihr zukünftiges Schicksal: Zuchtstute für Halbelfen; denn nur denen mag man Drachen anvertrauen. Gemeinsam flüchten sie, denn 7332 brauch Jane um sich am System rächen zu können. Die Geschichte zeichnet die Entwicklung Janes nach, die gesellschaftlich immer weiter aufsteigt und zugleich immer unerträglicher werdenden Druck ausgesetzt ist – und die dieses widerspiegelnden inneren Zerrissenheit. Den Höhepunkt der Verknüpfung von Fantasy- und SF-Elementen findet diese urbane Anti-Fantasy in den gerissenen Maschinen-Drachen und in der aus moderner Chemie und mittelalterlichen Magie zusammengesetzten Alchemie.

 

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Jeff VanderMeer, City of Saints and Madmen (dt. Stadt der Heiligen und Verrückten)

<b>Stadt der Heiligen und Verrückten</b>

In der anarchistischen Stadt Ambra schwelt beständig die Gewalt, immer bereit auszubrechen. Ist dieses der Fluch der Grauhüte, der Urbewohner der Gegend? Missionare, Historiker, Künstler und Verrückte befassen sich mit Facetten dieser ungewöhnlichen Stadt, wie der unheimlichen Stille oder den berauschenden Fest des Süßwasserkalmars. In einer Reihe von Novellen und Kurzgeschichten entwirft VanderMeer ein bizarres Bild voller eigenartiger Brauchtümer und grotesker Philosophien. Der Autor spielt mit Intertextualität und den Fiktionsebenen, er deutet Zusammenhänge an, bietet aber keine klaren Anknüpfpunkte – eine Aufgabe für den Leser diese zu finden. Das Werk scheint in erster Linie dem NW aufgrund des Autors und der Befremdlichkeit von Setting und Plot zugeordnet zu werden; es ist zwar moralisch Komplex und voller erstaunlicher Wunder, doch es fehlen die SF-Elemente.

 

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Mehr?

 

Und hier noch einmal fünf Werke, die nicht oder nur sehr am Rande erwähnt wurden, aber durchaus interessant sein könnten.

 

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Jeff Noon, Vurt (dt. Gelb)*

<b>Gelb</b>

Der Punk Scribble und die Stash Rider sind auf der Suche nach der Droge English Voodoo, die man sich in Form einer Feder in den Rachen steckt. Man gelangt so ins Vurt, einer Art gemeinsamen Drogentraum. Scrib braucht diesen speziellen um seine geliebte Schwester Desdemona wieder zu finden, die bei einem solchen Trip gegen ein Vurt-Alien, eine lebendige Droge ausgetauscht wurde. Nicht genug damit, dass die Feder nicht leicht zu finden ist, haben sie auch noch die zähe Polizistin Murdoch auf den Fersen. Eine Entwicklungsgeschichte mit Queste im englischen Manchester der unbestimmten Zukunft. Bizarre phantastische Elemente und Figuren gibt es haufenweise, aber der Drogentraum Vurt, eine virtuelle Feenwelt, der Alien-Wechselbalg, die ungewohnte Verwendung des Werwolf-Motives und die Questen-Strukur rücken Noons Vurt ins NW.

 

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Tim Powers, The Anubis Gates (dt. Die Tore zu Anubis Reich)

<b>Die Tore zu Anubis Reich</b>

Der Literaturhistoriker Doyle erhält ein verlockendes Angebot: Für 20.000 Dollar soll er für Touristen eine Vorlesung halten – in der Vergangenheit, im London des Jahres 1810! Aber schon bald laufen die Dinge aus dem Ruder: Doyle strandet in der Vergangenheit, wo ein Magier Informationen aus ihm herauspressen will. Eigentlich will er nur zurück in die Zukunft, aber die Angelegenheit wird immer komplizierter und das Sein gerät zum Überlebenskampf. Powers entwirft eine sehr komplexe Mischung aus Thriller, Abenteuer- und der Entwicklungsgeschichte Doyles. Dem Autor gelingt es immer wieder bekannte Motive neu zu bewerten und mit unerwarteten Wendungen zu überraschen. Die Grundlagen der Zeitreise werden durch Magie geschaffen, aber vollends durch SF nutzbar gemacht. Diese Science Fantasy ist eine Wurzel des Steampunks und Miévilles Perdido Street Station.

 

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Rudy Rucker, The Hollow Earth (dt. Hohlwelt)

Nach einer Reihe von unglücklichen Ereignissen sind der Farmerjunge Mason und sein Sklave Otha auf der Fluch vor den Autoritäten. Sie schließen sich E.A. Poe und seinem Freund Reynolds an, die ins Innere der Erde wollen – denn in dort findet sich eine Art Gegenwelt. Doch zunächst müssen die zwielichtigen Glücksritter die Mittel für eine Reise in die Antarktis aufbringen, denn dort soll der Eingang sein. Rucker nutzt Element aus Bildungs- und Reisegeschichten, wie sie aus Twains Tom Sawyer und Huck Finn Geschichten bekannt sind und durchsetzt diese mit unzähligen Anspielungen auf Poes Geschichten, vor allem "Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym" und einem Schuss Lovecraft. So thematisiert Rucker Sklaverei und Rassismus. Je mehr man sich dem Erdkern nähert, desto bizarrer werden die Wesen. Höhepunkt sind die außerirdischen, gottgleichen Großen Alten.

 

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Lucius Shepard, Green Eyes (dt. Grüne Augen)*

Einem Wissenschaftler-Team ist unglaubliches gelungen: Unter der Anleitung von Dr. Edman werden wiedererweckte Leichname beobachtet. Den Körpern wird eine Bakterienmischung injiziert, die ihnen nicht nur ein neues Leben, sondern auch eine neue Persönlichkeit verleiht. Die meisten dieser 'Zombies' sterben sehr schnell wieder, doch einige 'Nachzünder' leben bis zu neun Monate. Donnell gehört zu diesen langlebigen Untoten. Er bekommt nicht nur wie üblich leuchtend grüne Augen, sondern entwickelt auch ungeahnte Kräfte – nicht zuletzt danke der Hilfe eines Mitgefangenen, der auch von skrupellosen Praktiken des Teams weiß. Donnell flieht mit seiner Therapeutin Jocundra um das Geheimnis, welches ihn umgibt, zu lösen. Shepard verknüpft in dieser Entwicklungsgeschichte Voodoo und Schamanismus mit wissenschaftlichen Methoden und Neurobiologie zu beeindruckenden SF/F Hybriden.

 

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Charles Stross, Singularity Sky (dt. Singularität)

<b>Singularität</b>

Die Neue Republik, die sich gesellschaftlich an das zaristische Russland des 19. Jh. orientiert, erhält vom fortschrittlichen Festival, dessen Ziele kaum nachvollziehbar sind, Besuch. Der Kaiser erkennt zwar richtig eine Bedrohung für sein Regime, aber ordnet diese falsch ein und entsendet die Flotte, die eine kausalitätsverletzende Taktik plant. Dieses würde das mächtige Eschaton zum Handeln veranlassen, was die Agenten von der Erde, Rachel Mansour und Martin Springfield, verhindern wollen. Stross erzählt eine spannende Mischung aus Space Opera und Agententhriller, in dem jede Figur noch ihre kleinen Geheimnisse hat. Die Möglichkeiten des Festivals sind kaum vorstellbar. Da sie aber die Wünsche der Bewohner der Neuen Republik, die eher im Rahmen russischer Märchen denken, erfüllen, kommt es zu höchst bizarren Augeblicken, in denen Märchen und SF verschmelzen.

 

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Eure Meinung:

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Was ist eigentlich "New Weird"?


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Erstellt: 31.10.2006, zuletzt aktualisiert: 03.05.2016 14:26