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Batman: Die drei Joker Band 1

Rezension von Ingo Gatzer

Rezension:
Ein Joker ist eigentlich mehr als genug, um Gotham City und Batman in Atem zu halten. Aber in Batman: Die drei Joker: Band 1 bekommt es der Mitternachtsdetektiv gleich mit einem Clownprinzentrio zu tun. Anders lässt sich die Situation nämlich kaum erklären, denn der Superschurke hat an gleich drei Orten zur selben Zeit zugeschlagen. Doch was verbirgt sich hinter dieser neuen Strategie und welcher Joker ist das Original? Zum Glück ist auch Batman nicht alleine, sondern bildet mit Batgirl und Red Hood selbst ein Trio der besonderen Art.

 

»Batman: Die drei Joker: Band 1« erscheint bei DC als edles Hardcover-Album und unter dem Black Label. Das bedeutet, dass Leserinnen und Leser sich auf eigenständige Geschichten freuen können, die nicht zwangsläufig mit den etablierten Serien harmonieren müssen und zudem oft recht düster ausfallen. Erdacht wurde die Geschichte von Geoff Johns, der durch seine Arbeit zahlreiche DC-Serien – etwa Flash, Green Lantern oder Justice League – sowie DC-Events (Flashpoint, Forever Evil, Infinite Crisis) mitgeprägt hat. Der US-Autor knüpft mit seiner Story an zahlreiche Meilensteine aus dem Batman-Universum – beispielsweise Ein Todesfall in der Familie oder Killing Joke – an. Diese sind für das Verständnis zwar nicht unbedingt notwendig, eröffnen aber neue Perspektiven. Das gilt etwa für das besondere Verhältnis des Jokers zum ehemaligen Robin Dick Grayson. Aber auch ohne alle Verbindungen zu kennen, macht die Lektüre einfach Spaß. Denn Geoff Johns entwickelt die behutsam und geschickt. Dabei nimmt er sein Publikum mit zu den zentralen Schauplätzen der Batman-Historie. Dazu gehört nicht nur die Bat-Höhle, in der natürlich ikonische Artefakte wie der Dinosaurier und die Riesenmünze zu sehen sind, sondern auch – als Rückblick – den Tod von Bruce Waynes Eltern. Zudem konzentriert Geoff Johns sich nicht einseitig auf Batman, sondern gibt auch anderen Figuren ausreichend Raum. Im Auftaktband gelingt es ihm, genau die richtige Mischung aus Spannungselementen und (ersten) Enthüllungen zu bieten. Dabei stellt das Ende (des ersten Bandes) einen veritablen Paukenschlag da.

 

Illustriert wurde »Batman: Die drei Joker: Band 1« von Jason Fabok, der bereits zahlreiche Veröffentlichungen gezeichnet hat, in deren Mittelpunkt der Dunkle Ritter steht – etwa Batman – Detective Comics oder Batman – The Dark Knight. Hier leistet er schlichtweg hervorragende Arbeit. Dabei wechselt Fabok immer textlose Sequenzen – in denen seine Zeichnungen perfekt wirken und eine dichte Atmosphäre etablieren können – mit eher textlastigen Panels ab, welche die Handlung weiterbringen. So entsteht ein mitreißender Rhythmus, der das Publikum in den Bann zieht, Besonders sehenswert ist sein im Vollformat dargestellter sinnierender Joker. Aber auch die anderen Figuren und deren expressive Mimik sind absolut gelungen.

 

Fazit:
»Batman: Die drei Joker: Band 1« ist inhaltlich und zeichnerisch ein mehr als verheißungsvoller Auftakt. Wenn Story und Illustrationen in den Folgebänden auf diesem hohen Niveau bleiben, hat das vom Duo Johns/Fabok geschaffene Comic das Zeug dazu, in einem Atemzug mit den großen Batman-Klassikern genannt zu werden.

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Eure Meinung:

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Comic:

Batman: Die drei Joker: Band 1
Original: Batman: Three Jokers 1, 2020
Autor: Geoff Johns
Zeichner: Jason Fabok
Panini, März 2021
Hardcover, 60 Seiten
Übersetzung: Josef Rother

ISBN-10: 3741622435
ISBN-13: 978-3741622434

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 10.04.2021, zuletzt aktualisiert: 27.04.2021 19:44