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Die Zeitmaschine von Herbert George Wells

Reihe: Gruselkabinett Folge 123

 

Rezension von Cronn

 

Der Engländer Herbert George Wells gilt gemeinhin als einer der Urväter der Science-Fiction. Diesen Platz teilt er sich mit dem Franzosen Jules Verne, was zur Folge hat, dass beide von den Fans des Steampunk-Subgenres glühend verehrt werden.

Mit Der Unsichtbare hat das Hörspiel-Label Titania Medien bereits ein Werk von H. G. Wells umgesetzt, ebenso mit Die Insel des Dr. Moreau. Nun folgt mit Die Zeitmaschine ein weiterer Klassiker der phantastischen Literatur aus der Feder von Wells.

Wie gelungen das Hörspiel ist, wird die nachfolgende Kritik erweisen. Aber zunächst soll ein Blick auf den Inhalt geworfen werden.

 

Verlagsinfo:

1894 im viktorianischen England: Die beiden Gäste des Zeitreisenden staunen nicht schlecht, als der Wissenschaftler ihnen eröffnet, dass seiner Meinung nach, die Zeit lediglich die vierte Dimension darstellt und er selbst zudem eine Maschine konstruiert habe, mit der es zukünftig möglich sein soll, sich vor und zurück durch die Zeit zu bewegen!

 

Der offizielle Klappentext ist noch etwas zu wenig aussagekräftig und soll ergänzt werden: Der Zeitreisende lässt ein Modell der Zeitmaschine verschwinden, was von den Gästen aber als Zaubertrick aufgefasst wird. Dementsprechend möchte er seine These behaupten und verwendet zum ersten Mal die von ihm erfundene Maschine. Damit reist er in die Zeit voraus und entdeckt eine menschliche Gesellschaft, die in Friede und Harmonie lebt.

Doch die friedliche Welt der Zukunft trügt. Unter der scheinbar harmonischen Oberfläche wartet ein furchtbares Geheimnis!

 

Kritik:

»Der Unsichtbare« war ein wenig gelungenes Hörspiel, das auf 2-CDs zu viele Längen besaß. Mit »Die Insel des Dr. Moreau« hat Titania-Medien das richtige Maß und die korrekte Art und Weise gefunden, den Roman von Wells umzusetzen. Dementsprechend gespannt durfte man auf »Die Zeitmaschine« sein.

Marc Gruppes Drehbuch fängt wichtige Punkte des Romans ein. Manchmal fühlt man in sich auch die Bilder des grandiosen Filmklassikers The Time-Machine aus dem Jahr 1960 mit Rod Taylor aufsteigen. Das Drehbuch geht sogar über die Filmhandlung hinaus und beschreibt auch kurz den Blick auf die Endzeit.

Leider fehlt aber der Gang durch das Museum, was im Roman sehr stimmungsvoll und beeindruckend geschildert ist. Auch fehlt im Drehbuch ein Verbindungsstück, was das grauenvolle Geheimnis entdecken hilft, das unter der Oberfläche auf den Zeitreisenden wartet. So ist die Erkenntnis am Ende weitaus weniger überwältigend.

 

Ansonsten ist das Hörspiel tadellos gelungen und hat mit den bekannten Stimmen von Claus Thull-Emden, Sascha von Zambelly, Matthias Lühn, Annina Braunmiller-Jest, Marianne Mosa, Johannes Bade, Marcel Barion, Marc Gruppe und Kai Naumann prominente Vertreter an Bord. Auch der Sound der Umsetzung ist sehr stimmig, die Musik passend ausgewählt.

 

Fazit:

»Die Zeitmaschine« ist ein gelungenes Hörspiel mit einigen wenigen Ecken und Kanten, das aber dennoch sich als passende Adaption des Romans erweist.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Die Zeitmaschine

Reihe: Gruselkabinett Folge 123

Dauer: ca. 59 Minuten

Autor: Herbert George Wells

Original: The Time Machine, 1895

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Mastering: Michael Schwabe, Monoposto

Cover-Illustration: Ertugrul Edirne

Layout: Doreen Enderlein

Titania-Medien / Bastei Lübbe (Tonpool), 28. Juni 2017

Umfang: 1 CD

 

ASIN: 3785754558

 

Erhältlich bei: Amazon

SprecherInnen:

  • Filby: Claus Thull-Emden
  • Gregson: Matthias Lühn
  • Der Zeitreisende: Sascha von Zambelly
  • Mrs. Watchett: Marianne Mosa
  • Weena: Annina Braunmiller-Jest
  • Morlocks: Johannes Bade, Marcel Barion, Marc Gruppe und Kai Naumann

Serienguide:

Alles zur Reihe Gruselkabinett

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.07.2017, zuletzt aktualisiert: 03.09.2018 18:38