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Interview mit Edward Lee

Redakteur: Torsten Scheib



Edward Lee

Sein Name löst Ekel oder Begeisterung aus – und er kennt sich mit Bier aus. Horrorspezialist Torsten Scheib wagte sich an Edward Lee und konnte ihm Antworten aus den blutenden Rippen schneiden ...

 

 

Fantasyguide: Hallo Edward. Vielen Dank, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast. Zunächst einmal Glückwunsch zum Erfolg deiner Romane Haus der bösen Lust und Bighead. Was die meisten wahrscheinlich nicht wissen dürften: Du bist alles andere als ein Newcomer, vielmehr schreibst Du schon eine ganze Weile, richtig?

 

Edward Lee: Vorab möchte ich Dir für die Gelegenheit danken, in Kontakt mit meinen deutschen Lesern zu treten sowie für die netten Worte bezüglich »Haus der bösen Lust» und »Bighead«. Es ist stets aufregend, außerhalb der Staaten veröffentlicht zu werden. Was den Newcomer betrifft: Mit fünfundfünfzig Lebensjahren und über fünfzig Büchern bin ich gewiss alles andere als ein Jungspund. Mein erster Roman erschien ja bereits Neunzehnhunderzweiundachtzig!

 

Fantasyguide: Warst Du schon immer ein Horror-Fan? Wie bist Du auf den Geschmack gekommen?

 

Edward Lee: Zum Horror bin ich wie die meisten anderen Autoren auch gekommen – zunächst mittels vehementer Belehrung durch klassische Gruselfilme, bevor kurz darauf Edgar Allan Poe in mein Leben trat. Ich muss ungefähr acht oder neun Jahre alt gewesen sein, als ich zum ersten Mal Das verräterische Herz las. Von da an war ich ein verlorener Fall; wurde Horror zu meiner Hauptunterhaltungsquelle.

 

Fantasyguide: Reden wir doch mal ein bisschen über Deinen Schreibstil. Als Mainstream würde ich ihn nicht unbedingt bezeichnen, wenngleich Du mitunter wesentlich flüssiger und durchdachter schreibst als ein Großteil der (sogenannten) Bestsellerautoren. Was sind Deine Einflüsse?

 

Edward Lee: Alles, von Lovecraft und Poe hin zu Ramsey Campbell, Richard Laymon bis William Faulkner und Raymond Carver. In anderen Worten, ein ziemlich ausgedehnter Bereich. Ein Kollege verglich mal die Entwicklung eines Schriftstellers mit dem Schwung eines Golfspielers. Der Golfer verfeinert seinen richtigen Schwung, indem er die Konkurrenz beobachtet und schließlich jene Komponenten der einzelnen Schwungtechniken übernimmt, von denen er überzeugt ist, dass sie ihn weiterbringen. Stil ist natürlich sehr wesentlich und zugleich der am wenigsten angeborene Aspekt beim Schreiben fiktiver Werke.

 

Fantasyguide: Voodoo-Press hat unlängst Deinen Innswitch Horror publiziert, gleichzeitig plant Festa eine weitere Lovecraft-Hommage von Dir, Der Besudler auf der Schwelle. Sind dies die Resultate einer wieder entdeckten Faszination für HPLs Werke?

 

Edward Lee: In der Tat habe ich seine Werke wieder entdeckt. Zuletzt habe ich Lovecrafts komplette Arbeiten in den späten Siebzigern gelesen und ihn seitdem als meinen ultimativen Einfluss angesehen, bis mir eines Tages bewusst wurde, dass seit dem letzten Leseerlebnis fast dreißig Jahre ins Land gezogen waren! Das war vor ungefähr fünf Jahren. Also habe ich alles von dem Mann erneut gelesen und fand es sogar besser als beim ersten Mal. Tatsächlich lese ich ihn mittlerweile regelmäßig von neuem und entdecke stets etwas Neues und Wunderbares!

 

Fantasyguide: Gibt es noch andere klassische Schriftsteller, die Du empfehlen kannst?

 

Edward Lee: Den englischen Horrorautoren M. R. James. Für mich ist Lovecrafts Schaffen der wichtigste Genrebeitrag überhaupt, allerdings platziere ich James unmittelbar dahinter.

 

 

Fantasyguide: Kehren wir noch mal zu Deinem Stil zurück. Verzeihung, wenn die folgende Frage etwas lahm und/oder zu direkt rüberkommt – aber weshalb all diese ultrabrutalen Gewalthandlungen? Wozu die ganzen Obszönitäten, Fetische und Perversionen? Bitte verstehe mich jetzt nicht falsch, meiner Meinung nach peppen sie die Geschichte auf, weisen einen herrlichen Sinn für schwarzen Humor auf und stellen sicher, dass Du deutlich aus der bisweilen viel zu vorhersehbaren und drögen Masse hervorstichst. Ist dies Deine Vorstellung davon, wie richtiger Horror zu sein hat?

 

Edward Lee: Das Aufarbeiten von Gewalt, sexueller Perversion, soziopathischem Verhalten usw. hat im Grunde wenig mit dem Stil zu tun. Vielmehr ist es mit den Mechaniken der jeweiligen Charaktere verbunden. Beispielsweise gibt es in »Der Besudler auf der Schwelle« eine weibliche Protagonistin, die klinisch süchtig nach allen Spielarten sexueller Abweichung ist – mittels der schockierendsten Fetische und Masochismen.

Der extreme Gewalt- und Perversionsgrad in »Bighead« wird von zwei Charakteren verübt, die man als ausgesprochen soziopathisch veranlagte Kriminelle bezeichnen kann. Und ja, die sexuell motivierte Gewalt in meinen Werken ist eine Reflektion der konstant ansteigenden Sexualverbrechen in der Realität. Ein Schreibgrundsatz lautet, dass man stets die Grenzen der Realität in einem Werk reflektieren sollte. Leider wird unsere Welt von Tag zu Tag immer gewalttätiger und deshalb müssen meine Bücher dies auch widerspiegeln.

Trotzdem bin ich froh, dass Du Dich auch wegen meinem Stil erkundigt hast, da sich meine Ansichten von jenen meiner Kollegen und Lektoren unterscheiden, die darauf pochen, dass eine konstante stilistische Stimme ungemein wichtig ist. Dem widerspreche ich nämlich. Die Handlung muss beständig sein, die Charaktere müssen beständig sein. Trotzdem glaube ich sehr stark an die Bedeutung von VARIIERENDEN Schreibstilen. Darum mache ich dies auch in praktisch jedem meiner Bücher. Zum Beispiel wird »Bighead« aus mehreren Perspektiven geschildert. Alles von der dritten Person Imperfekt hin zu Passagen, die komplett im Dialekt und aus dem Blickwinkel des Monsters verfasst wurden. Ich glaube fest daran, dass diese Techniken das Buch wesentlich interessanter für den Leser machen.

 

Fantasyguide: Mal abgesehen von Deinen Garstigkeiten habe ich stets so etwas wie einen tieferen Sinn in Deinen Werken ausmachen können. Beispielsweise in »Bighead«. Für mich war der Roman nur oberflächlich eine knüppelharte Hardcore-Horrorstory, da Du Dich unter der blutigen Oberfläche meiner Meinung nach mit tiefer gehenden Themen auseinandergesetzt hast. Besonders auffällig bei Jerrica und Vater Alexander, die beide ihre ganz eigenen Abhängigkeiten mit sich rumschleppen. Die wahren Konflikte in »Bighead« waren wie ich finde die (vorgeblichen) Fleischessünden und Gottesfürchtigkeit.

 

Edward Lee: Danke für die Blumen, doch wenn es eine tiefere Bedeutung in meinen Büchern geben sollte, dann ist sie garantiert völlig unbewusst geschehen! Autoren wie Jack Ketchum, Stephen King und Peter Straub schreiben sehr unterhaltsame Horrorromane die zudem mit solchen Qualitätsmerkmalen aufwarten können. Ich bin dafür leider nicht smart genug! Sicherlich mögen in manchen meiner Arbeiten glaubhafter Symbolismus und intellektuelle Subtexte vorkommen, doch primär existieren meine Bücher einzig und allein aus einem Grund: zur Unterhaltung! Ferne glaube ich, dass meine Sicht der Unterhaltung zudem dem Leser ein paar ungewöhnliche Elemente offenbart, die man nicht von anderen Schriftstellern kriegen kann.

 

Fantasyguide: Wie stehst Du generell zum Thema Religion?

 

Edward Lee: In Interviews und Kneipengesprächen sollte man drei Themen niemals anschneiden: Politik, Sport und Religion. Okay, ich rede praktisch den ganzen Tag über Sport, aber weder über Politik noch über meine geistlichen Ansichten. Zu Religion sage ich nur folgendes: Weder bin ich ein christlicher Existenzialist noch ein existenzialistischer Christ (werde daraus mal schlau!). Ferner glaube ich, dass man sämtliche Religionen respektieren soll. Würden dies alle machen, wäre unsere Welt mit Sicherheit ein ziemlich PERFEKTER Ort!

 

Fantasyguide: Während »Bighead« in den ländlichen Appalachen spielt, spielt sich die Handlung von »Haus der bösen Lust« überwiegend in Tennessee ab. Du scheinst ein Faible für lokale Orte zu haben, oder? Hast Du besagte Gegenden auch selbst besucht?

 

Edward Lee: In der Tat. Meine Faszination für den Bürgerkrieg begann mit meinem sechsten Lebensjahr. Damals besuchte ich mit meinem Vater und meinem Großvater ein paar Schlachtfelder in der Nähe von Chattanooga, Tennessee. In den späten Achtzigern bin ich gemeinsam mit meiner damaligen Freundin durch West Virginia und die sehr ländlichen Gegenden entlang der Appalachen gefahren. Jedes Mal, wenn wir dort an einer Tankstelle anhalten mussten, sind stets mindestens zwei, dermaßen unheimliche Tankwarte aufgetaucht, dass wir davon überzeugt waren, gleich ermordet, zerstückelt und gegrillt zu werden! Jedenfalls ist Vielfalt ein wichtiger Bestandteil beim Romanschreiben und deshalb behalte ich es auch stets im Auge. (Zu viele meiner Bücher spielen ja auch schon in Florida!)

 

Fantasyguide: Du warst auch kürzlich in Polen. Wie waren Deine Eindrücke? Besteht Hoffnung auf eine Geschichte/ einen Roman von Dir, der in Polen spielt?

 

Edward Lee: Meine Eindrücke von Breslau (Wroclaw) hätten nicht schöner sein können. Die Stadt ist wunderschön, voll gepackt mit faszinierenden architektonischen Exzessen! Außerdem gehört das polnische Volk zu den nettesten, entgegenkommendsten und stolzesten Menschen, denen ich jemals begegnet bin. Nächsten Juni werde ich einen ganzen Monat in Breslau verbringen – um einen Horrorroman zu schreiben, der in dieser prächtigen Stadt angesiedelt sein wird.

 

Fantasyguide: Ach übrigens: Du solltest auch mal Deutschland einen Besuch abstatten. Hier gibt es auch jede Menge inspirierende Orte ;-)

 

Edward Lee: Du wirst es nicht wissen, aber gegen Ende der Siebziger war ich in Erlangen stationiert, als ich in der U. S. Army 1st Armored Division gedient habe. Damals haben wir regelmäßig mit den deutschen Panzertruppen Manöver abgehalten. Außerdem war ich in Grafenwöhr, Bamberg, Ansbach und Nürnberg stationiert und, ja, ähnlich wie Polen ist Deutschland ein tolles Land voller historischer Vielfalt und unglaublicher Bauwerke. Als ich vor so langer Zeit in Erlangen stationiert war, war ich im selben Gebäude untergebracht, in dem schon die deutsche Artillerie im Ersten Weltkrieg einquartiert war. Die Frontseite meiner Baracke war beschlagen mit Eisenringen, an denen die Pferde angebunden waren. Angeblich würde es dort spuken und man könnte in den frühen Morgenstunden das Klicken von Pferdehufen und Deutsch sprechende Stimmen hören. Ich bin mir ziemlicher sicher, beides damals mehr als einmal vernommen zu haben! Und, ja, ich würde liebend gerne nach Deutschland zurückkehren und einen Roman dort spielen lassen. Bestimmt nach Nürnberg, denn der Ort hat mich GEWALTIG beeindruckt. Sollten sich meine Romane bei euch gut verkaufen (und offenbar tun sie das im Augenblick), dann werde ich definitiv mal für einen Monat rüberkommen.

 

 

Fantasyguide: Verweilen wir noch ein bisschen bei »Haus der bösen Lust«. Hier habe ich ebenfalls etwas Tiefschürfenderes ausgemacht, eine Konfrontation mit der dunklen und grausamen Vergangenheit deines Heimatlandes.

 

Edward Lee: Ich wollte gewissermaßen die Schrecken des Bürgerkriegs wiedergeben (es gibt so viele Dinge, von denen die meisten nichts wissen). Außerdem war ich ja schon immer an Militärgeschichte interessiert. Diese Vorstellungen waren Teil des Anstoßes, »Haus der bösen Lust« zu schreiben. Ein weiterer kam durch einen Alptraum, den ich vor vielen Jahren durchgemacht habe. Damals träumte ich von einem bösen kleinen Mädchen in einem weißen Kleid, das von Dämonen besessen war. Sie stellte sich als Cricket vor – wie der Charakter im Buch – ehe mich der Klang einer grässlichen Pfeife herumwirbeln ließ und ein Zug an mir vorbeischoss. An Bord erblickte ich erweckte Leichen. Als ich erwachte, schrieb ich alles nieder, ehe aus diesen Notizen schließlich »Black Train« bzw. »Haus der bösen Lust« wurde.

 

Fantasyguide: Und nun, als leidenschaftlicher Freund des Gerstensaftes, die unvermeidliche Frage: Bist Du ebenfalls ein Bierliebhaber?

 

Edward Lee: Das hättest Du nicht fragen dürfen, denn jetzt wirst Du mich nicht mehr zum Schweigen bringen! Wie mein Protagonist Justin Collier war ich einst ein ziemlicher Bierliebhaber (in Amerika nennen wir sie beer snubs!). Ich und meine Freunde waren damals ständig auf der Suche nach den besten Kneipen (und den besten Bieren). Aber das liegt schon sehr lange zurück und ob Du es nun glaubst oder nicht, mittlerweile habe ich praktisch mit dem Trinken aufgehört. Natürlich gibt es da noch gelegentlich das eine oder andere Kühle Blonde, doch beispielsweise habe ich im vergangenen Jahr kaum mehr als dreißig Biere konsumiert. Was nicht heißen soll, dass ich gut gebrautes Bier nicht mehr zu schätzen weiß. Die besten Biere habe ich übrigens in Deutschland getrunken. Ich mag Lager und Festbiere am liebsten (Spaten Oktoberfest ist in Amerika sehr populär). Tucher Maibock und Fest gehörten zusammen mit Ayiinger zu meinen Favoriten. Bedauerlicherweise werden diese Sorten in meiner Gegend nicht mehr vertrieben. Mein absolutes Lieblingsbier ist übrigens EKU Edelbock (die außerdem ein großartiges Festbier gebraut haben). Nahezu unmöglich, an diese Sorten ranzukommen. Gibt es bei euch einen Ort namens Kulmbach? Ich glaube, dort wird EKU gebraut. Das Edelbock schmeckt so gut, dass ich schon versucht war, direkt nach Kulmbach zu fliegen!

 

Fantasyguide: Wenden wir uns mal der Vergangenheit zu. Der Heyne-Verlag hatte 2009 Deine wirklich großartigen Romane Inferno und Inferno – Höllensturz veröffentlicht. Damals hatte ich schon die US-Originale gelesen und war sofort gefesselt gewesen, wohingegen – und unverständlicherweise – die Übersetzungen nicht so erfolgreich waren, wenn ich mich nicht irre. Warst du mit Heynes Konzept zufrieden? Falls nicht, was ist da schief gelaufen?

 

Edward Lee: Mir ist wiederholt zu Ohren gekommen, dass die Übersetzungen von »Inferno« und »Inferno – Höllensturz« nicht sehr gut gewesen waren. Natürlich konnte ich mir selbst kein Urteil bilden, da ich nicht der deutschen Sprache mächtig bin! Allerdings hatte ein deutscher Freund von mir »Inferno« gelesen und fand es schwer zu vergleichen. Leider hast du Recht, die deutschen Ausgaben hatten sich wirklich nicht gut verkauft. Dafür möchte ich Heyne nicht beschuldigen, ich bin dankbar, dass sie diese Romane ins Programm aufgenommen und SEHR GUT bezahlt haben, aber letztlich hängt nun mal alles von der Übersetzung ab. Dieser Punkt ist für das Leben und Sterben eines jeden Romans verantwortlich – zumal sie sich in den Staaten großartig verkauft haben. Jedoch muss ich gestehen, dass meine Werke wahrscheinlich schwerer als andere zu übersetzen sind, da ich meine ganz eigenen Mythologien und okkulten Wissenschaften einbeziehe.

 

Fantasyguide: Momentan stehst du ja beim Festa-Verlag unter Vertrag, dem führenden deutschen Horrorverlag. Wie kam der Deal mit Frank Festa (alias der Hohepriester des Horrors) zustande? Was hat Dich überzeugt?

 

Edward Lee: Das ist die andere Seite. Was Festa betrifft, so habe ich gehört, dass die bisherigen Übersetzungen sehr gut wären (Zustimmung! – Der Autor). Ferner hatte ich das große Glück, dass Frank den direkten Kontakt gesucht hat. Er hatte von meinen Büchern und von der Tatsache gehört, dass sie einen raueren Kern besäßen als die meisten Horrorromane. Viele meiner Bücher werden nun bei Festa erscheinen und darüber bin ich sehr erfreut!

Ich kann nur sagen, dass Frank und seine Frau Inge zu den verlässlichsten Verlegern gehören, mit denen ich jemals in Kontakt gestanden bin. Außerdem sind sie wunderbare Menschen. Ich fühle mich geehrt, in solch einem hochklassigen Verlag veröffentlicht zu werden.

 

Fantasyguide: Kommen wir zur angedachten »Bighead«-Verfilmung. Mal im Ernst: Wie sollte es jemand zustande bringen, DIESEN Roman adäquat auf die Leinwand zu bringen? Nicht, dass ich das Resultat nicht gerne sehen würde; Gott bewahre!

 

Edward Lee: Zunächst – weißt Du, dass bereits etwas von mir verfilmt wurde? Das Werk heißt Header und basiert auf einer Novelle, die ich Mitte der Neunziger geschrieben habe. Sie ist übrigens auf Amazon gelistet. Der Film ist der SCHIERE WAHNSINN und ich liebe ihn (zusätzlich gibt es ein 1-minütiges Cameo von mir!). Schon damals war ich sofort von der Vorstellung geschockt, dass überhaupt jemand daran dachte, aus solch einer abgedrehten Story einen Film zu machen. Bei »Bighead« ist es das Gleiche. ICH KANN MIR NICHT AUSMALEN, wie man aus diesem Buch einen Film machen soll, trotzdem passiert es gerade. Jetzt, im Oktober 2012, wird zunächst eine Kurzfassung gefilmt, bevor der Versuch unternommen wird, ausreichend Geld zusammenzukriegen, damit es für eine abendfüllende Fassung ausreicht. Sollten die Produzenten trotz des freizügigen Gehalts und des übertriebenen Gewaltlevels nicht ins Wanken geraten, wird es mit Sicherheit eine erfolgreiche Kiste werden!

 

Fantasyguide: Woran arbeitest Du noch zurzeit?

 

Edward Lee: Am dritten Teil von »Header«!

 

Fantasyguide: Gibt es denn noch irgendwas, vor dem Dir so richtig die Knie schlottern?

 

Edward Lee: Die Aussicht, von heimtückischen Geistern und nichtmenschlichen Wesenheiten heimgesucht zu werden, macht mir wirklich Angst. Zurzeit versuche ich gerade, das Haus meiner verstorbenen Mutter zu verkaufen, von dem ich stets überzeugt war, dass es dort spuken würde. Im Laufe der Jahre produzierte es jedenfalls einige reichlich bizarre Geräusche und Phänomene, die nicht nur ich bemerkt habe. Ich weiß GANZ GENAU, dass ich irgendwann, wenn ich dort mal wieder übernachte (vielleicht sogar heute!), von einer unbekannten Gestalt aus dem Schlaf gerissen werde, die über meinem Bett lehnt. Oder es passiert im Badzimmer. Ich wende mich zur Seite und in der Ecke wird etwas mir auflauern. Jetzt sage ich aber besser nichts mehr, bevor mich die deutschen Leser für vollkommen verrückt erklären!

 

Fantasyguide: Last but not least – noch irgendwelche abschließenden Worte an die deutsche Leserschaft?

 

Edward Lee: In der Tat! Die deutschen Leser sollen wissen, dass ich begeistert bin, hoch erfreut und mich für das Privileg, in ihrem tollen veröffentlicht zu werden, sehr geehrt fühle!

 

Fantasyguide: Nochmals vielen Dank für deine Zeit, Edward und von Herzen alles Gute für die Zukunft. Wir freuen uns schon auf Creekers und hoffentlich noch sehr viele großartige und gruselige Werke von Dir!

Edward Lee und Frank Festa auf dem Elstercon 2014
Edward Lee und Frank Festa auf dem Elstercon 2014

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Eure Meinung:

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Haus der bösen Lust

Original: The Black Train

Autor: Edward Lee

Übersetzer: Michael Krug

Taschenbuch, 400 Seiten

Festa-Verlag, 29. Juni 2012

 

ISBN-10: 3865521495

ISBN-13: 978-3865521491

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0086OPYFI

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

 

Bighead

Originaltitel: The Bighead

Autor: Edward Lee

Übersetzer: Manfred Sanders

Taschenbuch, 352 Seiten

Festa-Verlag, 15. August 2012

 

ISBN-10: 3865521614

ISBN-13: 978-3865521613

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B008P2MUOO

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 19.10.2012, zuletzt aktualisiert: 15.09.2019 17:26