Sturmwind und die Östlichen Königreiche (Autor: René Hirt; Polgàra 2)
 
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Polgàra - Die Geschichte eines Todesritters Teil 2

Autor: René Hirt

 

Sturmwind und die Östlichen Königreiche

 

Eine sanfte Brise zerzauste die Haare und kitzelte leicht an den Hörnern von Polgàra. Sehnsuchtsvoll blickte sie zurück und war sich Bewusst, dass sie für eine lange, lange Zeit ihr altes Zuhause nicht mehr sehen sollte. Eine neue Welt, irgendwo hinter dem Horizont erwartete sie.

Gedankenverschwommen träumte sie von ihren nächsten Abenteuern und konnte nur zögerlich ihre Blicke von den sanft schaukelten Wellen losreißen. Was sie sah, ließ sie vor Ehrfurcht erstarren. Die Pracht Exodars war unter der Erde verborgen, diese Pracht war über der Erde, von weitem sichtbar. Zuerst sah sie nur ganz verschwommen die Wipfel der beiden Türme. Doch nach kurzer Zeit wurde diese deutlich sichtbar und größer. Danach erkannte man schnell die Mauern und die ersten Gebäude, bis schließlich der Hafen erschien, wo das Schiff kurze Zeit später anlegte: Sturmwind.

Die naiven Blicke glitten über die sorgfältig erbauten Monumente, sodass sie fast vergaß von Bord zu gehen. Sie konnte es kaum fassen, dass sie diese neue Welt betrat und war ganz aufgeregt ob ihrer Erwartungen. Ein wenig zaghaft fragte sie eine Wache nach dem Weg zum Palast und zum König. Eine Verlorene ehrt uns, meinte die Wache. Eine Verlorene? Bin ich eine Verlorene und was ist eine Verlorene überlegte sich die Draenei-Maid. Ihre Gedanken wurden unterbrochen. Nehme den Weg zur Kathedrale der Paladine vorbei und folge dem Wasser und ihr werdet den Palast des Königs sehen, sagte die Wache, er ist dem Volke immer offen und nahe und wird eure Visite mit Freuden entgegen nehmen.

Polgàra fand schnell die Kathedrale, die sie kaum wagte anzuschauen, so bewegt war sie von dem Anblick. Sie fand auch schnell das Gewässer, das durch Sturmwind kanalisiert wurde und schlenderte an dessen Ufer entlang bis sie zum Palast des Königs gelangte. Die Wache salutierte, tretet ein, Maid der Verlorenen, der König erwartet euch.

Mit großen und neugierigen Augen schritt Polgàra die Empore entlang bis sie den Thron des Königs erreichte. Eine tiefe und feste Stimme sagte zu ihr »Sei gegrüßt, Maid der Draenei und Maid der Verlorenen, ich bin Varian Wrynn, König und Gebieter von Sturmwind und den Östlichen Königreichen.«

Die schüchterne Draenei sah in wundervolle braun-goldenen Augen, die sanft und streng, ernsthaft und freudig, jugendlich und doch weise waren.

»Wie kann ich zu euren Diensten sein, ehrfürchtiger König Varian Wrynn?« fragte keck unsere kleine Draenei.

Schmunzelnd antwortete der König. »Meine junge und tapfere Maid, wie ich sehe und auch höre suchst du nach Abenteuern. So gebe ich dir den Auftrag, im Namen Sturmwinds und den Östlichen Königreichen hinaus zu gehen und unser Volk kennen zu lernen. Gehe hinaus in die weite Welt, beschütze die Schwachen und zerschmettere die Bösen. Lerne aber auch fleißig deinen Beruf, damit du genug Gold für Essen und Rüstung hast«, sagte Varian mit leicht gespielter Ernsthaftigkeit.

»Gehe zuerst auf deinen eigenen Hufen und jage deine Feinde mit deinen Waffen und Hörner. Kehre später zurück zu deinem Volke der Draenei, damit du dein eigenes Reittier zähmen und das Reiten erlernen kannst. Doch nimm zuerst Speise und Trank und kräftige dich, Gesegnete der Naaru«, bot Varian ihr an.

»Edler König, wie geheißen brenne ich darauf eure Worte in die Taten umzusetzen. Mein Hunger ist vergangen und sollte ich unterwegs das Bedürfnis nach Speise verspüren, werde ich an meinen neuen König denken und der Hunger wird vergehen. Auch werdet ihr meinen Fleiß bewundern können in den Künsten des Juwelenschleifens und ich werde hart und emsig die Erze abbauen. Doch verzeiht, falls ich doch den Wunsch nach Nahrung verspüre und mir die Künste des Kochens verbessere. Gerne werde ich dann die erworbenen Künste euch vorführen und erlesene Kräuter und Gewürze aus den fernen Landen zu euch mitbringen.«

So brach unsere tapfere und kleine Draenei auf, um die spannende Welt der Östlichen Königreiche kennen zu lernen. Sie schlug sich wacker durch die Dämmrigen Wäldern südlich des Reiches und vernichtete die umher spuckenden Geister und Untoten. Weiter im Süden kämpfte sie sich durch den dichten Dschungel des Schlingendorntals und jagte Wildtiere und Raptoren aus der alten Zeit.

Als die das Südliche Kap erreichte traf sie weiter Leute aus ihrem Volke der Draenei.

»Weshalb hoppelt ihr weiterhin auf den Hufen, junge Maid, zähmt ein Tier nach eurer Wahl und benutzt es, damit ihr die Welt besser und schneller erkunden könnt!«, bekam sie den Rat eines Jüngers der Naaru. Das ließ sich die mittlerweile erwachsene Draenei nicht zweimal sagen und besuchte wieder einmal ihre alte Heimat von Teldrassil. Da ihr die Elekks zu groß und zu träge waren, verspürte Polgàra den Wunsch eine schnelle Katze als Reittier zu haben. Sie fragte die Nachtelfen nach solch einem Nachtsäblerpanther.

»Ihr müsst euch erst würdig erweisen ein solch stolzes und herrliches Tier in Anspruch nehmen zu dürfen.«, wiesen sie die Nachtelfen zurecht. »Erledige für uns Aufträge und erlangt unser Vertrauen in eure Taten. Danach wird der Rat entscheiden, ob ihr es Wert seid, unsere Geschöpfe zu besitzen.«

Nach Wochen und Monaten schierer Sklavenarbeit und ewigen Reisen durch Darnassus wurde Polgàra zum Rat nach Teldrassil gerufen.

»Höre, Maid und Gesegnete der Naaru, wisse, dass du unser Vertrauen gewonnen hast. Durch deinen Willen und durch deine Ausdauer wirst du nun für würdig befunden. Doch wisse, dass nur die Katze alleine seinen Herrn oder Herrin auserwählt. Ich - werde die kleine Draenei auf meinen Rücken tragen und sie Geschwind wie der Pfeil dorthin führen, wo es ihr beliebt!«, grollte mit tiefer und fauchender Stimme der Nachtsäbelpanther.

»Habt dank edler Säbler für deine Wahl und Wisse, dass wir beide wieder diese Insel verlassen müssen.«, entgegnete die Draenei, unser Schiff wartet bereits um uns zu weiteren Welten zu segeln.

Also reiste sie in treuer Begleitung zu den Königreichen, wo sie das verödete Land kennen lernte und die tiefen Gruften nach Schätzen durchstöberte. Auch lernte sie die imposanten Gewölbe des Schwarzfels kennen mit ihren wohlgesonnenen und auch nicht wohlgesonnenen Zwergen. Ihre eigene Odyssee dauerte stolze 30 Sommer und 30 Winter. In dieser Zeit waren nicht nur ihre Künste des Kochens und des Juwelenschleifens in einem ausgezeichneten Zustand. Auch brillierte sie mit ihren Waffenkünsten, sei es Schwerter, Äxte oder Keulen mit der sie ihren Feinden das Fürchten beibrachte. Viel Blut klebte an ihren Waffen, die sie dadurch regelmäßig reinigen musste. Jedoch war die darauf bedacht, das Blut nur dann zu vergießen, wenn sie dazu gezwungen wurde.

Eines Tages erschollten die Hörner und die Trompeten vom Sturmwind. Wehrfeuer wurden errichtet und die Bürger der Östlichen Königreiche wurden zu ihrer Hauptstadt gerufen …

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2024052614112168efe579
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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240526141121a426957d
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Erstellt: 30.09.2012, zuletzt aktualisiert: 16.02.2015 15:46, 12764