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Streifzug durch die Werke von Piers Anthony

Piers Anthony

Redakteure: Michael Schmidt, Ralf Steinberg

 

Zum Autor

Piers Anthony Werk kennzeichnet sich vor allem durch seine Länge aus. Geplante Trilogien erreichen mittlerweile 29 Bände. Einzelromane sind eher die Seltenheit.

Der Aufbau der Romane ist in der Regel recht schematisch und erinnert an ein Rollenspiel. Zumeist haben die Protagonisten eine Aufgabenstellung, die sie dank überraschender Einfälle, aber auch durch glückliche Zufälle lösen.

 

Neben einem sehr flüssigen und spannenden Schreibstil ist vor allem Anthonys Ideenreichtum zu bewundern. Anthony verarbeitet eine Menge esoterischer Konzepte. Der Größte Teil seines Werkes widmet sich der humorvollen Seite der Fantasy und der SF. Gerade Xanth sprüht vor Wortwitz und nimmt so jedes Klischee auf die Schippe, das man sich vorstellen kann. Allerdings finden sich in seinen humorvollen Äußerungen auch immer gesellschaftskritische Töne, die jedoch nie aufdringlich sind.

 

Chton oder der Planet der Verdammten (Chton, 1967)

Chton ist die erste Veröffentlichung von Piers Anthony und erzählt in zwei Zeitebenen die Geschichte von Aton Fünf, der auf dem Gefängnisplaneten Chton eingekerkert ist.

Chton ist ein Gefängnisplanet. Die Gefangenen arbeiten in einem Granatbergwerk. Es gibt keine Wächter und keine Zellen. Das Gefängnis liegt in einem unterirdischen Höhlensystem und noch keinem der lebenslänglich verurteilten ist die Flucht gelungen. Doch Aton Fünf versucht es und flieht mit einer Gruppe durch die Unterwelt. Nach und nach erfährt man die Geschichte von Aton Fünf. Den Grund seiner Verurteilung und seine ureigene Motivation. Es wird eine Reise in die Abgründe seiner Seele. Eine Reis in die Vergangenheit. Zu einer rätselhaften Sirene.

 

Xanth

In bisher 29 Romanen erzählt Piers Anthony von der Welt Xanth, die eine Parallelwelt zu Mundiana ist. Doch im Unterschied zu Mundiana funktioniert in Xanth keinerlei Technik. Dafür hat jeder Mensch ein Talent, eine magische Fähigkeit. Das reicht vom einfachsten Talent, dass einen Regenbogen erzeugt, bis zum Talent von Magierformat. Im ersten Band Chamäleon-Zauber (A Spell for Chameleon, 1977) fehlt ein Magier, der als König von Xanth in Schloss Roogna die Geschicke leitet. Eigentlich gibt es zu dieser Zeit nur zwei Magier. Der gute Magier Humfrey und der böse Magier Trent. Letzterer wurde aber nach Mundania verbannt.

Brink, ein Bewohner von Xanth, hat ein Problem. Er ist das einzige Wesen von Xanth (Menschen haben Talente, alle anderen Wesen sind magisch, dass liegt in ihrer Natur), der kein Talent besitzt. Nach den Gesetzen von Xanth muss er das Land verlassen und wird nach Mundania verbannt. Die einzige Chance, die ihm bleibt, ist es, Humfrey zu besuchen. Humfrey´s Talent sind die Antworten auf alle Fragen, jedoch muss man als Gegenleistung einen einjährigen Dienst in seiner Burg leisten. Brink macht sich auf dem Weg…

Xanth ist ein phantasievolles Land voll von Harpyien, Oger und Nachtmähren. Letztere bringen die Albträume und reisen durch den Albtraumkürbis. Natürlich ist der Mond Xanths aus Käse, es gibt Granatäpfel, die wirklich explodieren, aber auch Kredithaie, Schlauschlingen und Wandteppiche, in denen man die Geschichte von Xanth verfolgen kann.

 

Tarot (Tarot Series, 1979-82)

Auf dem Planeten Tarot werden göttliche Erscheinungen gemeldet. Jedoch beharrt jeder Bewohner auf den eigenen Gott und die eigene Religion. Ein junger Mönch namens Paul wird hingeschickt und soll als objektiver Beobachter entscheiden, welcher Gott der einzig Wahre ist

Animationen, möglicherweise Manifestationen einer Gottheit, machen es dem Mönch Bruder Paul, einem von seiner Kirche entsandten Beobachter, schwer, die Wahrheit zu erkennen. Die Animationen bilden immer wieder – und vor allem spontan und ohne, dass Paul Einfluss darauf hat – Szenarien, die Paul eine Wirklichkeit vorspielen. Doch mit der Zeit gelingt es Paul, diese Animationen ein wenig zu beeinflussen. Er sucht sich ein Team unter den Bewohnern von Tarot und macht sich auf die Suche nach dem wahren Gott.

Er begegnet Buddha, er begegnet Jesus Christus. Und er begegnet dem Teufel. Wen wird Paul wohl als wahren Gott erkennen?

 

Cluster Zyklus (Cluster Cycle)

Flint ist ein Barbar. Er lebt auf dem Planeten Außenwelt, der sich Geschichtlich im Mittelalter befindet.

Die Milchstraße ist kolonisiert, jedoch sind Reisen mit Raumschiffen sehr energieaufwendig und daher teuer. Daher findet ausgehend von der zentralen Erde eine Rückentwicklung statt. Die nahen Planeten befinden sich im frühen Industriezeitalter, die weiter entfernten im Mittelalter, etc. Außenwelt ist am Rand des von Menschen besiedelten Cluster.

Ein Außerirdischer kommt in die Milchstraße und berichtet von einer Invasion aus Andromeda. Nur die vereinten Kräfte der Völker des Clusters können die Invasion verhindern. Dazu muss das Kilian Verfahren zur interstellaren Reise genutzt werden. Im Kilian Verfahren wird die Aura des Reisenden in ein anderes Sonnensystem transferiert und übernimmt dort einen Wirtskörper. Die niedrigste Einheit der Kirlianeinheit ist eins. Genau so viele Einheiten verbraucht eine Wesenseinheit pro Tag in einem Wirt. Daher ist diese Reise nur für Wesen mit hoher Kirlianaura.

Jetzt soll jede Rasse Vertreter in die verschiedenen Bereiche der Milchstraße entsenden, um alle Völker zur Abwehr der Invasion zu mobilisieren. Auf der Suche nach der höchsten Kirlianaura stößt die terranische Regierung auf Flint, den grünhäutigen Barbaren.

Sie entführen Flint auf die Erde. Und für en Barbar eröffnet sich bunte neue Welt (Ein Motiv, das sich ähnlich auch in dem Roman Steppe wieder findet).

 

Makroskop (Macroscope, 1969)

Makronen sind Atomteilchen, ähnlich der Neutronen. Ihre Entdeckung ist ein gewaltiger Durchbruch in der Physik. Makronen können jede Materie durchdringen, sind also die ideale Trägerwelle im Universum. Zugleich treten sie mit den Gravitationsfeldern in Wechselwirkung. So ergibt sich der Effekt, dass von jedem Punkt im Universum ein fotografisches Abbild gemacht werden kann. Gleichgültig, ob dieser Ort zehn Meter oder zehn Lichtjahre entfernt ist.

Doch kaum nutzen die Menschen diese Technik, treffen sie auf eine uralte Rasse.

 

Der Retter von Dent-All (Prostho Plus)

Dr. Dillingham war einundvierzig Jahre alt, konservativ, ein Zahnchirurg unserer Tage. Der Prototyp eines Durchschnitssbürger. Und genau diesem passiert dann das unglaubliche: Sein neuer Patient ist von ganz besonderer Art. Er ist ein Alien mit furchtbaren Zahnschmerzen. Dr. Dillingham ist ein Mann der praktischen Seite. Er behandelt den Außerirdischen erfolgreich. Doch statt in Ruhe gelassen zu werden, erwirbt er sich damit den Ruf eines intergalaktischen Dentisten. Und fortan bereist er mehr oder minder freiwillig die Galaxis, um seine absonderlichen Patienten zu heilen.

Für wahr, ein Heidenspaß, der Roman ist skurril und voller witziger Einfälle. Ein Lachspaß, der die Backenmuskeln beansprucht.

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Erstellt: 29.04.2005, zuletzt aktualisiert: 23.06.2018 17:20