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Alice im Wunderland von Sakura Kinoshita

Rezension von Bine Endruteit

 

 

Inhalt:

Die Geschichte von "Alice im Wunderland" dürfte so ziemlich jedem bekannt sein. Es wird erzählt, wie das Mädchen Alice einem weißen Kaninchen mit einer Taschenuhr folgt, welches es furchtbar eilig hat. Dabei fällt sie in seinen Bau und landet im Wunderland. Zuerst steht sie vor zahlreichen Türen und kann ausgerechnet die, hinter der sich ein wunderschöner Garten befindet, nicht durchschreiten, da sie zu groß ist. Zwar kann sie ihre Größe ändern, kommt dann aber plötzlich nicht mehr an den Schlüssel, den sie auf einem Tischchen aus Glas hat liegen lassen.

 

Nach einigem Hin und Her und der Bekanntschaft mit Mäusen und einem Dodo, trifft Alice schließlich auf die Grinsekatze, den verrückten Hutmacher, den Märzhasen, die Herzogin, deren Köchin, die Herzkönigin und ihr gesamtes Gefolge. In was für eine verrückte Welt ist sie da nur geraten?

 

Rezension:

Sakura Kinoshita hat die Originalgeschichte von Lewis Carroll als Manga umgesetzt. Ganz wie es dem Wunderland gebührt ist der Band komplett farbig gestaltet und auf jeder Seite knallig bunt. Besonders lobenswert ist, das die Zeichnerin sich tatsächlich sehr genau an der literarischen Vorgabe orientiert hat. Sie hat die Handlung nicht abgewandelt oder verkürzt, sondern zeigt die traumhaften Sequenzen genau so, wie man sie aus dem Roman kennt.

 

Ganz ohne Anpassungen an das Medium "Manga" geht es dann aber doch nicht, so ist zum Beispiel klar, dass vieles gekürzt werden musste. Gerade von den Wortduellen, die doch eigentlich das Herzstück von "Alice im Wunderland" sind, fehlen so gut wie alle. Aber es gibt auch positive Veränderungen. Da es sich um eine sehr moderne Umsetzung handelt, wurde auch die Sprache angepasst. Alice sagt "cool" oder "wow", was natürlich nicht der viktorianischen Zeit entspricht, aus der das Original stammt, aber großartig zur Mangaumsetzung passt. Die wohl außergewöhnlichste Neuerung, bei der man sich fragt, warum nicht schon andere darauf gekommen sind, ist die ständige Veränderung von Alice' Äußerem. In jedem Kapitel ändern sie sich komplett. Von ihrer Kleidung, Über die Haar- und Augenfarbe, bis hin zur Frisur verändert sich ihr Erscheinungsbild immer wieder auf das drastischste. Das ist eine absolut gelungene Erweiterung, die zu entdecken besonderen Spaß macht.

 

Der Manga ist sehr niedlich gestaltet. Alles ist voller bunter Farben, Schleifchen und großer Augen. Man muss die Figuren einfach ins Herz schließen. Gerade Kinder werden sie mit Sicherheit mögen. Durch die intensiven Schattierungen und Abstufungen in den Farben wirkt die gesamte Welt außerdem angenehm plastisch und lebendig.

 

Für einen Manga ist das Buch angenehm groß und löblicher Weise sogar fest gebunden, was die Qualität deutlich erhöht. Als Bonus sind der Geschichte verschiedene Skizzen und Bemerkungen zum Entstehungsprozess angehangen, die Einblicke in die Arbeitsweise und die Entwicklung der Figuren geben.

 

Fazit:

Wer Spaß an einer bunten, schrillen und sehr modernen Version von "Alice im Wunderland" hat, wird den Manga sicherlich mögen. Sakura Kinoshita hat sich dem Thema auf ihre ganz eigene, aber durchaus passende und stimmige Weise angenommen. Wer ihr folgt, kann eine unterhaltsame Reise in das Wunderland unternehmen.

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MEDIUM: Manga

Alice im Wunderland

Autor und Zeichner: Sakura Kinoshita

Nach der Originalgeschichte von Lewis Carroll

Übersetzer: Yuko Keller

Gebundene Ausgabe, 82 Seiten

Verlag: Tokyopop; 16. September 2010

 

ISBN-10: 3867199841

ISBN-13: 978-3867199841

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 02.03.2011, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40