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Capital of Flowers

Rezension von Christel Scheja

 

Rihito Takarai scheint sich besonders für Blumen zu begeistern, denn bereits in ihrem Titel “Only the Flower knows” spielen Blüten eine wichtige Rolle. Nun bietet sie in „Capital of Flowers“ eine ganz eigene Geschichte und zusätzlich eine weitere Kurzgeschichte zu ihrer Reihe.

 

Motoharu hat einen wunderschön Garten, oder er pflegt ihn zumindest mit sehr viel Liebe. Wer ist dann eigentlich dieser junge Mann? Das fragt sich Akira, der die Anlage schon eine ganze Weile beobachtet und dann endlich wagt, sich alles genauer anzusehen.

Durch diesen Zwischenfall lernt er Motoharu genauer kennen und werden schon bald unzertrennliche Freunde.

Doch wird das dem liebenswerten Gärtner auch genügen. Schon bald zeigt, sich, dass dieser auch anderes Interesse an Akira entwickelt und ihre Beziehung gerne intensivieren würde. Allerdings ist letzterer sehr unsicher und zurückhaltend, wenn es um diese Frage geht – und das zeigt, das beide noch eine ganze Menge über sich lernen müssen.

Die Bonusgeschichte bietet einen weiteren netten Einblick in den Agrarkurs, den auch einer der Helden aus „Only the Flower knows“ besucht.

 

Rihito Takarai sagt es auch in „Capital of Flowers“ durch die Blume und stellt ihre Helden als Knospen dar, die durch die Liebe zueinander erst noch voll erblühen müssen. Aus diesem Grund geht es auch diesmal in erster Linie um die Gefühle der Protagonisten und weniger deren Leidenschaften, auch wenn natürlich intime Momente nicht zu kurz kommen.

Die Handlung entwickelt sich gemächlich, denn die Künstlerin nimmt sich Zeit, ihre Figuren vorzustellen und sie langsam miteinander zu verbandeln. Leider kommt dabei keine besondere Spannung auf, weil sie sich dabei auf eingetretenen Pfaden bewegt und kaum neue Facetten einbringt.

Die Liebesgeschichte ist zwar solide genug aufgebaut, aber Überraschungen gibt es ebenso wenig wie Störungen von Außen. Allein die romantischen Momente und die Sexszenen dürften ein wenig für Abwechslung in dem ruhigen Einerlei sorgen.

Alles in allem ist die Geschichte aus diesem Grund inhaltlich eher durchschnittlich, während die Zeichnungen ein wenig sorgfältiger und liebenvoller sind als die in vergleichbaren Titeln. Und auch die Bonusgeschichte ist für Fans von „Only the Flower knows“ keine Pflichtlektüre, da sie ein eher unbedeutendes Kapitel beleuchtet.

 

Alles in allem ist „Capital of Flowers“ solide Boys Love für alle Leserinnen, die es lieber romantisch zart als hart und leidenschaftlich mögen. Allerdings sollten sie keine all zu hohen Ansprüche an den Inhalt stellen, denn wirklich innovativ ist dieser nicht.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Capital of Flowers (Einzelband)

Autor und Künstler: Rihito Takarai

Hana no Miyako de, Japan, 2013

Aus dem Japanischen von Diana Hesse

Taschenbuch, 196 Seiten

Tokyopop, Hamburg, erschienen Januar 2014

ISBN-10: 3842009372

ISBN-13: 978-3842009370

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 07.02.2014, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40