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Flucht nach Faerie von Jason N. Beil

Reihe: Die Talisman-Kriege Bd.1

Rezension von Julia

 

Alek ist ein junger Bäcker, der sich einen kleinen Rettungsring angegessen hat, das gemütliche Leben mag und es sich gerne gutgehen lässt. In dem beschaulichen Dorf in dem er lebt, geht das auch hervorragend. Sarah ist ein gleichaltriges Mädchen aus dem Dorf, das Alek sehr gerne mag, auch wenn sie sich gegenseitig immer wieder necken und mit der Zeit scheint sich auch mehr herauskristallisiert zu haben als reine Freundschaft, da die beiden sich immer wieder freuen sich zu sehen, das aber niemals zugeben würden.

Nun geschieht etwas, dass das Leben der Menschen in dem Dörfchen von Grund auf verändern soll. Sarahs Mutter führt einen kleinen Antiquitätenladen und als Alek ihr eines Tages beim Aufräumen im Keller hilft, findet er einen Ring, einen Goldreif und eine flache Scheibe. Das Seltsame daran ist, dass er bereits nach diesen Gegenständen gefragt wurde von einem Fremden in der Schänke, der ihm sehr viel Gold dafür geboten hat. Nun erinnert sich Alek an das Angebot und ist bereit es für Sarahs Mutter anzunehmen. Auf dem Weg zu dem Fremden, muss er jedoch erkennen, dass dieser kein einfacher Reisender ist, der Wertgegenstände sammelt, sondern vielmehr ein mächtiger Magier, der die Gegenstände benötigt, um die Macht an sich zu reißen. Er verwüstet das Dorf, tötet Sarahs Mutter und nötigt Alek und seine Freundin sowie den Türsteher der Schänke, in den Wald zu fliehen, wo ein Einsiedler haust, der mehr über die ganze Sache zu wissen scheint und den Alek um Hilfe fragt. Dieser eilt los, um die Freunde in die nächste Stadt zu bringen, wo sie mehr Antworten, aber auch Hilfe erwarten können, doch der finstere Fremde mit dem Namen Salin ist ihnen auf den Fersen und bietet viele Mittel und Wege auf, um sie aufzuhalten und das mächtige Artefakt an sich zu bringen.

 

Die Geschichte ist nicht schlecht, aber das kann man von vielen sagen. So lässt sich der Roman ganz gut lesen, aber weiß lange nicht zu fesseln, die Beschreibungen klingen holprig, die Gespräche sind zu lang, werden wiederholt, die Charaktere reagieren genau so, wie man es erwartet hat und selbst die Reaktionen der Bösewichte kann man erahnen. Es wurden einige gute Ideen verarbeitet, aber wenn man davon absieht, hat man das Gefühl, dass der Autor ein beliebiges Pen&Paper-Rollenspiel, das er mit seinen Freunden erlebte, aufgeschrieben hat und dieses nun wiedergibt. Sympathisch ist, dass die Heldengruppe aus vielen Antihelden besteht, die beständig überfordert sind und eigentlich nur nach hause und in ihr altes Leben zurück möchten. Gerade die fantastischen Kreaturen, denen man im Laufe der Geschichte begegnet, machen aber einen großen Teil des doch etwas vorhandenen Charmes aus. Hübsch ist auch die kleine Liebesgeschichte, die einen Teil des Buches einnimmt.

So bleibt am Ende das Gefühl von „ja, war nett“ aber mehr auch nicht, da man zu viel davon schon einmal gehört hat und einiges auch zu ermüdend war. Das Ende ist in soweit abgeschlossen, aber auch offen genug, um weitere Bände zuzulassen, die im Grunde auch nötig sind, um die Geschichte abzuschließen.

 

Damit gehört dieses Erstlingswerk zu jenen, die man lesen kann, aber nicht unbedingt muss, wenn es auch ein nettes Buch ist.

 

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MEDIUM:

Flucht nach Faerie

Reihe: Die Talisman-Kriege Bd.1

Autor: Jason N. Beil

Broschiert: 448 Seiten

Verlag: Otherworld Verlag (Januar 2010)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3800095165

ISBN-13: 978-3800095162

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.09.2010, zuletzt aktualisiert: 06.03.2020 08:34